October 24, 2018 / 11:58 AM / 25 days ago

Großbritannien verhängt Einreisesperren im Fall Khashoggi

Briatin's Prime Minister Theresa May leaves 10 Downing Street in London, Britain, October 24, 2018. REUTERS/Peter Nicholls

London (Reuters) - Nach den USA verhängt auch Großbritannien im Fall des getöteten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi Einreisesperren.

Ihr Land werde alles tun, um zu verhindern, dass die Verdächtigen in Großbritannien einreisen könnten, sagte Premierministerin Theresa May am Mittwoch. Bereits erteilte Visa würden zurückgezogen. Sie gehe davon aus, noch am Mittwoch mit dem saudischen König Salman zu sprechen.

Zuvor hatten die USA Einreisesperren für 21 saudiarabische Staatsbürger verhängt und damit erstmals Konsequenzen aus den Vorwürfen gezogen, Khashoggi sei im saudiarabischen Konsulat in Istanbul getötet worden. US-Präsident Donald Trump machte in einem Interview des “Wall Street Journal” den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman für die Tat verantwortlich. Der Prinz leite de facto die Regierungsgeschäfte, sagte er. “Wenn es also irgendjemand war, dann er.”

Bereits zuvor hatten zahlreiche andere Regierungen die bisherige Erklärung des Königshauses in Riad als unzureichend bezeichnet, Khashoggi sei bei einer Auseinandersetzung in dem Konsulat versehentlich ums Leben gekommen. Khashoggi hatte die diplomatische Vertretung am 2. Oktober aufgesucht, um Unterlagen für seine bevorstehende Hochzeit abzuholen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft Saudi-Arabiens Staatsführung vor, den regierungskritischen Journalisten ermordet zu haben.

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