September 13, 2018 / 11:08 AM / 10 days ago

Leitzins in Großbritannien bleibt bei 0,75 Prozent

London (Reuters) - Die britische Notenbank hat ihren Leitzins trotz der hohen Inflation nicht angetastet.

An adjacent building throws a shadow accross the Bank of England in the City of London, Britain, December 12, 2017. REUTERS/Clodagh Kilcoyne

Die Londoner Pfund-Wächter beschlossen am Donnerstag, den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bei 0,75 Prozent zu belassen. Die Entscheidung fiel einstimmig. Die Währungshüter hatten den Satz Anfang August auf dieses Niveau angehoben - das höchste seit fast einem Jahrzehnt. Die Bank von England kämpft gegen die im Sog der Brexit-Entscheidung von 2016 steigenden Verbraucherpreise. Diese hatten im Juli um 2,5 Prozent zum Vorjahr anzogen. Die Inflation liegt bereits seit Monaten über der Zielmarke der Notenbank von zwei Prozent.

Für den Preisauftrieb auf der Insel sorgt insbesondere der Kursverlust des Pfund. Dadurch verteuern sich die Importe, was die Kaufkraft der Verbraucher schmälert. Großbritannien will die Europäische Union Ende März 2019 verlassen. Immer noch ist nicht klar, wie die wirtschaftlichen Beziehungen zur EU künftig aussehen werden. Am Dienstag wurde bekannt, dass Notenbank-Chef Mark Carney wegen des bevorstehenden EU-Austritts noch bis Ende Januar 2020 und damit sieben Monate länger im Amt bleibt. Inmitten der stockenden Brexit-Verhandlungen hätte sich die Suche nach einem Nachfolger schwierig gestalten können.

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