October 7, 2014 / 12:57 PM / 5 years ago

Britischer Banker bekennt sich im Libor-Skandal schuldig

A London cab decorated in the Union Flag crosses Soutwark Bridge with the City of London behind, September 19, 2014. British market rallied after Scotland's decision to stay in the United Kingdom. Royal Bank of Scotland have said they will keep their heaquarters in Scotland after stating they planned to move south if Scotland voted for independence. REUTERS/Toby Melville (BRITAIN - Tags: BUSINESS POLITICS ELECTIONS)

London (Reuters) - Im Skandal um Zins-Manipulationen hat sich in Großbritannien ein erster Banker schuldig bekannt.

Der ranghohe Bankier eines führenden britischen Geldhauses habe bereits am Freitag eingestanden, beim Libor-Interbankenzins betrogen zu haben. Ein Richter ließ aber erst am Dienstag die Berichterstattung darüber zu. Die Identität des Bankers blieb aus rechtlichen Gründen geheim.

Weltweit gerieten wegen der Manipulation des Libor-Interbankenzinses und anderer Zinssätze mehrere Banken ins Visier der Aufseher, in Deutschland auch die Deutsche Bank. Insidern zufolge arbeitet das Geldhaus derzeit an einem Vergleich mit den Behörden in Großbritannien und den USA. Allein auf dem in London berechneten Libor-Zinssatz basieren Finanzprodukte im Volumen von 450 Billionen Dollar - von der einfachen Hypothek bis zu komplizierten Finanzderivaten.

In den USA haben bereits zwei Ex-Händler der niederländischen Rabobank ihre Schuld eingestanden. Nach einem Bericht der Agentur Bloomberg hat die Rabobank nach internen Untersuchungen zwei Devisenhändler in London vom Dienst suspendiert. Das Geldhaus hatte sich vor einem Jahr in einem Vergleich mit den Aufsichtsbehörden in Europa und den USA zur Zahlung von einer Milliarde Dollar bereiterklärt.

Bislang haben sich sieben Banken und Handelshäuser mit den Behörden in den USA und Großbritannien verglichen. Gegen 17 Männer wurde Anklage erhoben. Die erste Verhandlung vor einem Geschworenengericht soll es im Januar in Großbritannien geben. Ein Ex-Händler der UBS und Citigroup wird beschuldigt, sich bei beim Yen Libor abgesprochen zu haben, um Handelsgewinne einzustreichen.

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