for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Unternehmensnachrichten

Lloyds-Chef sieht Hoffnungsschimmer - Weniger Risikovorsorge

FILE PHOTO: Customers use ATMs at a branch of Lloyds Bank in London, Britain, February 21, 2017. REUTERS/Toby Melville/File Photo

London (Reuters) - Die britische Bank Lloyds sieht nach der Rückkehr in die schwarzen Zahlen Licht am Ende des Tunnels. “Obwohl unser Geschäft von der Corona-Pandemie stark beeinträchtigt war, sehen wir eine ermutigende Erholung”, sagte Lloyds-Chef António Horta-Osório am Donnerstag. Im Sommerquartal habe vor allem das Geschäft mit Baufinanzierungen gebrummt, zudem habe die Bank nicht mehr so viel wie im ersten Halbjahr für faule Kredite zur Seite legen müssen. Jedoch gingen die Erträge wegen der niedrigen Zinsen in Großbritannien zurück. Die Bank of England hat die Leitzinsen wegen der Corona-Krise nahe Null gesenkt und zieht sogar negative Zinsen wie die Europäische Zentralbank in Betracht.

Der bereinigte Gewinn von Lloyds ging im vergangenen Quartal um mehr als ein Drittel auf 1,16 Milliarden Pfund zurück. Vor Steuern verdiente die größte britische Privatkundenbank 1,04 Milliarden Pfund nach 50 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Damals war das Ergebnis belastet durch milliardenschwere Kosten für die Entschädigung von Kunden für unrechtmäßig abgeschlossene Kreditausfall-Versicherungen. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Nettogewinn gerechnet.

Zugute kam Lloyds eine sprunghaft angestiegene Nachfrage nach Baufinanzierungen. Sie schloss Neufinanzierungen im Volumen von 3,5 Milliarden Pfund ab, so viel wie seit 2008 nicht mehr. Für drohende Kreditausfälle legte Lloyds im Sommerquartal 301 Millionen Pfund zur Seite, nur noch ein Zehntel des Niveaus im zweiten Quartal und deutlich weniger als von Analysten erwartet.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up