April 19, 2018 / 3:47 PM / in 5 months

Shire lehnt Offerte von Takeda ab - Allergan hat auch Interesse

London (Reuters) - Um den Pharmakonzern Shire entwickelt sich ein Bieterwettrennen.

FILE PHOTO: Takeda Pharmaceutical's signboard is seen on its headquarters building in Tokyo, Japan January 30, 2018. REUTERS/Kim Kyung-Hoon/File Photo

Neben dem japanischen Arzneimittelhersteller Takeda hat auch der Botox-Hersteller Allergan Interesse an dem irischen Unternehmen angemeldet. Allergan erwäge eine Offerte, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Ein Angebot sei aber noch nicht vorgelegt worden. Zuvor hatte Reuters von zwei mit der Sache vertrauten Personen von den Überlegungen erfahren. Die 63 Milliarden Dollar schwere Offerte von Takeda hat Shire als zu niedrig abgelehnt. Der bereits dritte Anlauf von Takeda spiegele nicht die Wachstumsperspektiven der Firma wider. Takeda erklärte, mit Shire weiter über eine mögliche Transaktion zu sprechen.

Die an der Börse in London notierten Aktien von Shire schossen zeitweilig um bis zu zwölf Prozent auf ein Achteinhalb-Monats-Hoch von 42,00 Pfund in die Höhe. Den Angebotspreis von Takeda von 46,50 Pfund je Anteilsschein erreichen sie damit nicht. Allergan-Aktien gaben nach.

Für Takeda wäre Shire ein großer Brocken: Der in Dublin ansässige Konzern war an der Börse vor der Offerte umgerechnet 37 Milliarden Euro wert, Takeda kam auf knapp 30 Milliarden Euro. Durch eine umgerechnet knapp 51 Milliarden Euro schwere Übernahme von Shire würde der übernahmehungrige japanische Branchenprimus nach eigenen Angaben zu einem global führenden biopharmazeutischen Unternehmen aufsteigen.

Takeda hatte Ende März angekündigt, eine Offerte für den auf Medikamente zur Behandlung von seltenen Krankheiten und Hyperaktivität spezialisierten Konzern vorlegen zu wollen. 2017 hatten die Japaner den US-Krebsspezialisten Ariad für umgerechnet fünf Milliarden Euro geschluckt und zuletzt die belgische Biotechfirma Tigenix. Shire hatte vor wenigen Tagen seine Krebstherapiesparte für umgerechnet zwei Milliarden Euro an den französischen Rivalen Servier veräußert.

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