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Unternehmensnachrichten

Starbucks verlagert Europa-Zentrale nach London

People line up inside "Dumb Starbucks", a parody store of the Starbucks Coffee chain, in Los Angeles, California February 10, 2014. The new coffee shop called "Dumb Starbucks" opened its doors in Los Angeles on Friday, bringing in a crowd and questions. The logo on the shop, claiming to be a parody coffee shop mocking Starbucks, looks nearly the same as the real Starbucks, but with the word "dumb" added to the title and menu items. REUTERS/Jonathan Alcorn (UNITED STATES - Tags: SOCIETY BUSINESS)

London (Reuters) - StarbucksSBUX.O beugt sich der massiven Kritik an seiner Praxis zur Minimierung von Steuern und zieht mit seiner Europa-Zentrale nach London.

“Dieser Umzug bedeutet, dass wir höhere Steuern in Großbritannien zahlen werden”, teilte die Kaffeehaus-Kette am Mittwoch mit. Starbucks-Manager Kris Engskov sagte, London sei der ideale Platz, um das wichtige Geschäft in Europa voranzubringen. Derzeit hat das Unternehmen seine Europa-Zentrale in Amsterdam. Die britische Zeitung “Times” hatte zuerst über den Schritt berichtet.

Betroffen von dem Umzug sei das Management, erklärte Starbucks weiter. “Die Kaffee-Rösterei bleibt aber in den Niederlanden.” Im Laufe des Jahres will Starbucks 100 Filialen in Großbritannien eröffnen und dort 1000 neue Jobs schaffen.

Zuletzt hatte der Druck auf das Unternehmen massiv zugenommen. Hintergrund ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Diese hatte im vergangenen Jahr enthüllt, dass das Unternehmen in Großbritannien für das Geschäftsjahr bis Ende September 2012 keine Steuern gezahlt hat. Es war bereits das 15. Mal in Folge, dass Starbucks einen Verlust für seinen wichtigsten europäischen Markt auswies. Zugleich aber gab Starbucks seinen Investoren gegenüber an, dass dieses Geschäft profitabel sei. In einer Parlamentsanhörung räumte Starbucks ein, mit den niederländischen Behörden eine Sondervereinbarung getroffen zu haben, die einen “sehr niedrigen Steuersatz dort” vorsah.

Der Fall warf ein Schlaglicht darauf, wie sich internationale Konzerne legal steuerlich arm rechnen. Abgeordnete in Großbritannien sprachen sich dafür aus, das britische Steuersystem unter die Lupe zu nehmen, um Steuervermeidung zu verhindern.

Reporter: Sampad Patnaik, Jack Stubbs und Tom Bergin; bearbeitet von Christina Amann, redigiert von Christian Krämer

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