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Wirtschaftsnachrichten

Großbritannien plant Handelsabkommen mit USA bis Mitte 2021

FILE PHOTO: Pound and U.S. dollar bills are seen in this illustration taken January 6, 2020. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration/File Photo

London/Brüssel (Reuters) - Großbritannien strebt bis Mitte 2021 ein Handelsabkommen mit den USA an.

Dies sei aber keine fixe Vorgabe, sagte die britische Handelsministerin Liz Truss am Montag bei einer Veranstaltung. Für das geplante Abkommen gebe es von beiden Seiten bereits Formulierungsvorschläge, die nun aber noch gegenseitig abgestimmt werden müssten. Es werde also das Fundament für eine Einigung gelegt. “Natürlich wollen wir so viel Fortschritte wie möglich vor den US-Wahlen machen.” Diese stehen Anfang November an.

Truss ergänzte, Großbritannien werde nach dem EU-Austritt im Handel künftig unabhängiger von der Europäischen Union werden. Der Trend werde stärker zu Regionen und Ländern gehen, die schneller wachsen würden.

Die EU und Großbritannien verhandeln diese Woche in der vorerst letzten Gesprächsrunde über die künftigen Beziehungen nach dem Brexit. Ab Dienstag stehen in Brüssel Handelsgespräche der Verhandlungsführer - Michel Barnier für die EU und David Frost für das Vereinigte Königreich - an. Diese sind bis Freitag angesetzt. Nach EU-Angaben muss bis Ende Oktober, spätestens Anfang November eine Einigung stehen, die Anfang 2021 in Kraft treten kann und die zuvor noch zahlreiche Parlamente ratifizieren müssen. Denn die Übergangszeit für Großbritannien, in der noch EU-Regeln angewendet werden müssen, endet an Silvester.

Am Donnerstag und Freitag beraten die Staats- und Regierungschefs der EU. Es wird erwartet, dass sie grünes Licht für weitere Verhandlungen mit Großbritannien geben werden. Ein Freihandelsabkommen mit dem Königreich ist vor allem für die exportabhängige deutsche Wirtschaft wichtig. Die Vorstellungen der britischen Seite seien noch weit von dem entfernt, was die EU akzeptieren könne, so EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic. Es müsse dringend ein Gang höher geschaltet werden. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson sagte, eine Einigung sei trotz bestehender Differenzen noch möglich. Es gebe aber noch viel zu tun.

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