April 6, 2018 / 10:40 AM / 3 months ago

Bundesregierung nennt Vorwürfe gegen Russland äußerst plausibel

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung teilt die britischen Vorwürfe gegen Russland beim Nervengift-Anschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal.

A flag of Germany flies outside the country's embassy in Moscow, Russia March 29, 2018. REUTERS/Maxim Shemetov

Man halte die britischen Hinweise für “äußerst plausibel”, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin. Sie reagierte auf die Äußerung des britischen Botschafters in Deutschland, Sebastian Wood. Dieser hatte gesagt: “Unsere Nachrichtendienste wissen, dass es dieses Geheimprogramm zum Nowitschok-Giftstoff gibt, das die russische Regierung nie offengelegt hat.” Demmer sprach von einem “destruktiven Verhalten” Russlands, das auf sehr konkrete Fragen der britischen Regierung nicht geantwortet habe. Deshalb sei die Reaktion Deutschlands, das wie andere Nato-Partner russische Diplomaten ausgewiesen hat, angemessen. Man sehe ein “Muster russischen Verhaltens”, das immer wieder völkerrechtswidriges Vorgehen zeige.

Auch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes nannte die Argumentation der britischen Regierung schlüssig. Der Westen sage nicht: “Es war Nowitschok, also war es Russland. Sondern: Es war Nowitschok, und wir verfügen über eine ganze Reihe von anderen Erkenntnissen”, sagte er. Die Bundesregierung könne diese aber nicht alle öffentlich machen. Man komme im “Gesamtschluss” zu der Einschätzung, dass mit “sehr hoher Wahrscheinlichkeit” Russland hinter dem Anschlag stecke.

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