October 7, 2013 / 3:28 PM / 5 years ago

Angreifer töten ägyptische Soldaten nahe Suez-Kanal

A riot police officer, on a armoured personnel carrier surrounded by anti-Mursi protesters (foreground), fires rubber bullets at members of the Muslim Brotherhood and supporters of ousted Egyptian President Mohamed Mursi along a road at Ramsis square, which leads to Tahrir Square, during clashes at a celebration marking Egypt's 1973 war with Israel, in Cairo October 6, 2013. REUTERS/Amr Abdallah Dalsh

Kairo (Reuters) - Die Angriffe auf Soldaten und staatliche Einrichtungen in Ägypten sind auch am Montag weitergegangen.

Nach den heftigen Ausschreitungen vom Wochenende wurden in Ismailia am Suez-Kanal nach Informationen aus Sicherheitskreisen sechs ägyptische Soldaten von Unbekannten erschossen. Bei einer Explosion in der Nähe eines Gebäudes der Sicherheitskräfte im Süden der Sinai-Halbinsel kamen nach Informationen von Medizinern drei Menschen ums Leben, 48 wurden verletzt. Ein Augenzeuge berichtete, vor dem Gebäude sei eine Autobombe gezündet worden.

Im Kairoer Stadtteil Maadi feuerten Angreifer mit Panzerfäusten auf eine staatliche Satelliten-Empfangsstation und verletzten dabei zwei Personen. Am Wochenende waren bei Krawallen zwischen Anhängern und Gegnern des gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 53 Menschen ums Leben gekommen und 271 verletzt worden - die meisten davon in Kairo.

Die seit dem Sturz Mursis im Juli andauernde Serie von Gewaltakten nährt die Befürchtung, dass Ägypten politisch immer instabiler wird. Es wachsen die Sorgen, dass angesichts des Machtkampfes zwischen den Muslimbrüdern und der von der Armee gestützten Regierung die auf der Sinai-Halbinsel agierenden Extremisten auch in anderen Landesteilen aktiv werden. Auf dem Sinai haben der Al-Kaida nahestehende Aufständische seit Anfang Juli mehr als 100 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet, hieß es bereits Mitte September. Armeechef Abdel Fattah al-Sissi sagte in einem am Montag veröffentlichten Interview, er habe Mursi bereits im Februar Versagen vorgeworfen.

Für die laufende Woche rechnen Beobachter mit weiteren Unruhen. Die Muslimbrüder, deren Bewegung seit einiger Zeit faktisch verboten ist, haben zu Protesten aufgerufen und planen weitere Kundgebungen am Dienstag und Freitag. Die Wirtschaft und der Tourismus in Ägypten leiden bereits deutlich unter der politischen Instabilität.

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