July 29, 2013 / 6:33 AM / 5 years ago

EU dringt auf Ende des Konfrontationskurses in Ägypten

Supporters of deposed Egyptian President Mohamed Mursi shout slogans as they gather outside the Egyptian embassy in Sanaa to show solidarity with his supporters in Egypt July 28, 2013. REUTERS/Khaled Abdullah

Kairo (Reuters) - Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat die ägyptische Übergangsregierung gedrängt, von ihrem Konfrontationskurs gegen die Muslimbruderschaft des abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi abzurücken.

Ashton war die erste hochrangige ausländische Politikerin, die nach dem Gewaltexzess gegen Mursi-Anhänger am Samstag Vertreter der ägyptischen Führung traf. Sicherheitskräfte hatten 80 Muslimbrüder nach Protesten erschossen. Für Montagabend kündigten Mursi-Getreue eine weitere Demonstration an.

Ashton traf Ägyptens neuen starken Mann, Armeechef Abdel Fattah al-Sissi, der hinter der Entmachtung Mursis am 3. Juli stand. Geplant war zudem ein Gespräch mit dem stellvertretenden Interimspräsidenten Mohamed ElBaradei, der auch im Westen großes Ansehen genießt. Einzelheiten der Gespräche wurden zunächst nicht bekannt. Im Vorfeld hatte Ashton erklärt, sie wolle auf einen Übergangsprozess dringen, an dem sich alle politischen Gruppen beteiligen sollten. ElBaradei sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Mena, er habe Ashton versichert, dass die neue Führung des Landes alles in ihrer Macht stehende tun werde, um die Krise friedlich zu beenden.

In der Nacht zum Montag trotzten in Kairo Tausende Anhänger Mursis dem Militär mit einem Protestmarsch. Nach Angaben eines Sprechers der Muslimbruderschaft starteten sie ihre Kundgebung an einer Moschee im Norden Kairos. Dort befindet sich ein Protestlager, in dessen Nähe am Samstag die Mursi-Anhänger erschossen worden waren. Sie trugen Bilder Mursis und skandierten: “Wir opfern unser Blut und unsere Seelen für Mursi.”

Für den Abend drohten Mursi-Anhänger damit, die Zentrale des Militärgeheimdienstes anzusteuern. Die ägyptische Führung hatte sie gewarnt, sich von Armeegebäuden fernzuhalten.

Mursi befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Seine Anhänger hatten erklärt, ihre Proteste fortzusetzen, bis er wieder freikomme.

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