November 29, 2018 / 6:34 AM / 13 days ago

USA drohen nun auch China mit weiteren Autozöllen

U.S. President Donald Trump delivers his speech as he and China's President Xi Jinping meet business leaders at the Great Hall of the People in Beijing, China, November 9, 2017. REUTERS/Damir Sagolj

Washington (Reuters) - Unter dem Eindruck der Stellenabbaupläne von General Motors (GM) nimmt US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit zunehmend die Autoindustrie in den Blick.

Auch im Konflikt mit China bringt er nun höhere Zölle für importierte Fahrzeuge ins Spiel. Der Präsident wies seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer an, entsprechende Schritte zu prüfen, wie dieser am späten Mittwochabend mitteilte. Im Zwist mit Europa droht die US-Regierung bereits seit längerem mit dem Druckmittel von Autozöllen.

Am Samstag will sich Trump am Rande des G20-Gipfel in Buenos Aires mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping treffen. Je nach Ausgang der Gespräche könnte sich der Streit abmildern oder weiter eskalieren. Zuvor hatte Trump seine Rhetorik verschärft und frühere Drohungen bekräftigt. Demnach muss sich die Führung in Peking auf eine Erhöhung bestehender Strafzölle sowie eine Verhängung neuer Abgaben auf zahlreiche heimische Waren einstellen, sollte sie kein Entgegenkommen zeigen.

Trump wirft China unfaire Handelspraktiken auf Kosten amerikanischer Arbeitsplätze sowie den Diebstahl geistigen Eigentums vor. Nach Darstellung Lighthizers hat sich an dieser Praxis nichts geändert. “Bislang hat China keine Vorschläge für nennenswerte Reformen auf den Tisch gelegt”, erklärte er.

Daher untersucht der US-Handelsbeauftragte nun, wie sein Land speziell auf die neuen chinesischen Autozölle reagieren sollte. Als Reaktion auf US-Zölle hat die Volksrepublik unter anderem die Abgaben auf Autoeinfuhren aus den Vereinigten Staaten kräftig auf 40 Prozent erhöht. Die USA ihrerseits erheben bislang einen Sonderzoll von 25 Prozent auf Fahrzeuge aus China, zusätzlich zu den zuvor bereits geltenden 2,5 Prozent, und erwägen eine weitere Anhebung.

DEUTSCHE AUTOKONZERNE DEUTEN VERSTÄRKTES ENGAGEMENT AN

Trump hat sich auf die Fahnen geschrieben, die heimische Industrie vor der ausländischen Konkurrenz zu schützen und die Jobs der Arbeiter zu sichern. Daher ist ihm ein Dorn im Auge, dass der größte US-Autobauer GM bis zu 15.000 Stellen streichen und mehrere Werke auf dem Heimatmarkt schließen will. Vor diesem Hintergrund brachte der Präsident am Mittwoch wieder die Idee von Autozöllen ins Gespräch, die insbesondere die deutschen Hersteller hart treffen würden und in den Verhandlungen mit der EU deshalb eine große Rolle spielen.

Dies veranlasste deutsche Autobauer, ein größeres Engagement in den USA zu signalisieren. So betonte Volkswagen auf der Branchenmesse in Los Angeles Überlegungen, eine weitere Fertigungsstätte in den Vereinigten Staaten zu errichten. BMW hatte sich auf derselben Veranstaltung zuvor bereits ähnlich geäußert.

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