November 19, 2019 / 6:23 AM / 23 days ago

Pompeo fordert von China Respekt für Freiheiten in Hongkong

U.S. Secretary of State Mike Pompeo delivers a statement on the Trump administration's position on Israeli settlements in the occupied West Bank during a news briefing at the State Department in Washington, U.S., November 18, 2019. REUTERS/Yara Nardi

Hongkong (Reuters) - Die USA haben sich angesichts der zunehmenden Gewalt bei den regierungskritischen Protesten in Hongkong besorgt gezeigt.

US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Montag, Chinas kommunistische Führung müsse die Freiheitsrechte der Menschen in der Sonderverwaltungszone respektieren. Darauf habe sich die Volksrepublik verpflichtet. In der ehemaligen britischen Kolonie gehen die Menschen seit rund fünf Monaten gegen die Peking-treue Führung auf die Straße. Während die Demonstrationen zuletzt immer weniger Zulauf hatten, kam es gleichzeitig zu immer schwereren Ausschreitungen. Zuletzt kesselte die Polizei zahlreiche Demonstranten auf dem Campus einer Universität ein.

Dutzenden Demonstranten gelang in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) aber die Flucht, wobei sich Augenzeugen zufolge dramatische Szenen abspielten. So seilten sich einige Demonstranten rund zehn Meter von einer von ihnen besetzten Brücke auf eine Straße ab, stiegen auf die Beifahrersitze von bereits wartenden oder herbeieilenden Motorrädern und flohen. Die Polizei feuerte mit Gummischossen auf die Flüchtenden, von denen einige anschließend festgenommen wurden. Auf dem Campus der Polytechnischen Universität blieben nach Schätzungen von Augenzeugen mehr als 300 Personen von der Polizei eingekesselt, nachdem sie sich dort selbst verschanzt hatten.

Andere Demonstranten versuchten immer wieder, auf das Gelände zu gelangen. Sie warfen Molotow-Cocktails, die Polizei schlug sie mit Tränengas und Wasserwerfern zurück. Die Krankenhausbehörden meldeten allein am Montag über 100 Verletzte, darunter eine Frau in ernstem Zustand. “Die Lage wird immer gefährlicher”, sagte Jasper Tsang, ein der Pekinger Führung nahestehender Politiker, der als Vermittler auf den Campus gelassen wurde. “Wir fürchten, dass es zum Blutvergießen kommt.”

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