September 2, 2019 / 6:43 AM / 14 days ago

Proteste in Hongkong halten an - Studenten demonstrieren friedlich

An employee of the Mass Transit Railway (MTR) system holds a 'stop' sign at a station in Hong Kong, China, September 2, 2019. REUTERS/Anushree Fadnavis

Hongkong (Reuters) - Nach schweren Zusammenstößen mit der Polizei am Wochenende haben pro-demokratische Demonstranten in Hongkong ihre Proteste am Montag friedlich fortgesetzt.

Studenten und Schüler gingen auf die Straße, um gegen wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung auf die Sonderverwaltungszone zu protestieren. Auf dem Campus der chinesischen Universität versammelten sich Tausende Studenten. Zugleich gingen Schüler am ersten Tag des neuen Schuljahres nicht zum Unterricht und bildeten vor den Schulen Menschenketten. Einige Jugendliche trugen Schutzhelme und Masken. Chinas Zentralregierung stärkte unterdessen Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam den Rücken und verurteilte die Massenproteste.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums betonte, dass Peking die Polizei in Hongkong bei der Bekämpfung von Gewalt und Chaos unterstütze, um die Ordnung wieder herzustellen. In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichten Warnung hieß es, die Demonstranten sollten “niemals die Entschlossenheit der Zentralregierung falsch einschätzen”. Die Proteste stünden vor dem Aus. Hongkongs Bildungsminister Kevin Yeung sagte, Schulen seien kein Ort, um “politische Forderungen zu stellen” oder die Regierung unter Druck zu setzen. China ist bestrebt, die Demonstrationen vor dem 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik am 1. Oktober unter Kontrolle zu bringen.

Am Wochenende waren die Massenproteste eskaliert. Demonstranten brannten Barrikaden nieder und warfen Brandsätze. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Schlagstöcke ein. Medienberichten zufolge versuchten Demonstranten auch am Montag den U-Bahnbetrieb zu stören, so dass es zu Verspätungen im Berufsverkehr kam.

Die Bereitschaftspolizei zeigte besondere Präsenz in U-Bahnhöfen, wo es am Sonntag zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen war. Zugfahrten zum Flughafen wurden vorübergehend ausgesetzt. Anders als bei vorangegangenen Protestaktionen blieb der Flughafen aber in Betrieb.

Seit mehr als drei Monaten gehen in Hongkong Tausende Menschen gegen wachsenden Einfluss Chinas auf die Straße. Sie fürchten eine Beschneidung ihrer Rechte und werfen Regierungschefin Lam eine zu große Nähe zur kommunistischen Regierung in Peking vor. Die frühere britische Kronkolonie Hongkong ist seit 1997 chinesische Sonderverwaltungszone, deren Einwohner größere persönliche Freiheiten genießen als in der Volksrepublik.

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