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Weltnachrichten

Obama verurteilt Ausweisung von Hilfsorganisationen aus Sudan

Washington (Reuters) - US-Präsident Barack Obama hat die Entscheidung der Regierung Sudans verurteilt, mehrere Hilfsorganisationen aus dem Land zu weisen.

Dadurch riskiere sie eine noch größere Katastrophe für die Menschen in der westlichen Provinz Darfur.

Mit der Ausweisung von 13 ausländischen Hilfsorganisationen reagierte der Sudan auf die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs, Präsident Omar Hassan al-Bashir wegen Kriegsverbrechen in Darfur anzuklagen. In der Provinz sind 4,7 Millionen Menschen von internationaler Hilfe abhängig.

Obama äußerte sich dazu nach einem Gespräch mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Dienstag im Weißen Haus in Washington. Die internationale Gemeinschaft müsse dem Sudan gegenüber deutlich machen, dass es nicht hinnehmbar sei, das Leben so vieler Menschen zu gefährden, sagte Obama.

Nach UN-Angaben hat die Ausweisung der Helfer etwa die Hälfte der UN-Hilfsprogramme im Sudan gelähmt. Die von den nichtstaatlichen Hilfsorganisationen hinterlassenen Lücken könnten nicht gefüllt werden, hieß es.

Die Armee und von der Regierung unterstützte Milizen liefern sich in Darfur seit sechs Jahren Kämpfe mit Rebellen. Schätzungen zufolge wurden im Zuge des Konflikts rund 2,7 Millionen Menschen vertrieben. Rund 300.000 Menschen wurden seit 2003 getötet.

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