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Weltnachrichten

Indien wirft China Verletzung von Grenzvereinbarung vor

A liquefied petroleum gas (LPG) delivery truck drives along India's Tezpur-Tawang highway which runs to the Chinese border, in the northeastern Indian state of Arunachal Pradesh May 29, 2012.

Neu-Delhi/Peking (Reuters) - Zwischen China und Indien steigen in einem alten Grenzstreit die Spannungen wieder.

Nach Darstellung Indiens brach China am Wochenende eine Vereinbarung zu dem heftig umstrittenen Gebiet im Himalaya. Es habe in der Nacht von Samstag auf Sonntag Truppenbewegungen der Chinesen gegeben, teilte die indische Armee am Montag mit. Damit sollten offenbar Fakten geschaffen werden. Indische Soldaten hätten dies jedoch vereitelt. China wies den Vorwurf der Grenzverletzung zurück. Die Soldaten an der Grenze zu Indien würden die “Kontrolllinie nie überschreiten”, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Beide Seiten seien in Gesprächen, um die Situation zu klären, erklärten sowohl China als auch das indische Militär. Am indischen Aktienmarkt sorgten die Spannungen für deutliche Kursverluste.

Indien und China, die beide über Atomwaffen verfügen, hatten sich nach einem Zwischenfall an ihrer Grenze im Juni auf einen Abzug ihrer Truppen aus dem Himalaya-Gebiet verständigt. Die beiden Länder hatten sich 1962 einen kurzen Grenzkrieg geliefert. Die Streitigkeiten über den knapp 3500 Kilometer langen Grenzverlauf im Himalaya sind seither nicht beigelegt. Im Sommer diesen Jahres warfen die beiden Staaten dann einander Provokation vor und machten sich gegenseitig für den Zwischenfall verantwortlich. Dabei handelte es sich um eine Schlägerei zwischen chinesischen und indischen Soldaten, 20 indische Soldaten kamen ums Leben.

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