May 3, 2019 / 9:11 AM / 18 days ago

Eine Million Inder vor Zyklon in Sicherheit gebracht

Stranded passengers rest inside a railways station after trains between Kolkata and Odisha were cancelled ahead of Cyclone Fani, in Kolkata, India, May 3, 2019. REUTERS/Rupak De Chowdhuri

Bhubaneswar (Reuters) - In Indien haben eine Million Menschen wegen des Zyklons Fani ihre Häuser an der Küste verlassen müssen.

Der Wirbelsturm traf am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern die Ostküste nachdem er zuvor im Golf von Bengalen Kraft gesammelt hatte. Fani knickte Telefonmasten um, entwurzelte Bäume und peitschte Regenmassen durch die Straßen der Provinz-Hauptstadt Bhubaneswar. Auch die Tempelstadt Puri, ein Touristenmagnet, wurde von dem Zyklon voll getroffen, der auf vier von insgesamt fünf Kategorien eingestuft wurde. Die Behörden hatten die Evakuierung der Region angeordnet sowie Notunterkünfte vorbereitet. Berichte über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht. Der Zyklon schwächte sich am Freitag ab und wird laut Wetterbehörde am Samstag Bangladesch erreichen. Auch dort sollen 500.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Zyklon Fani ist der stärkste Wirbelsturm in der Region seit fünf Jahren. 1999 hatte ein Superzyklon dort 30 Stunden gewütet und mehr als 10.000 Menschen getötet. 2013 gelang es fast eine Million Menschen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, was vermutlich Tausenden das Leben rettete.

Wirbelstürme sind zwischen April und Dezember relativ häufig. Sie entwickeln sich auf dem Meer, schwächen sich aber an Land meist schnell ab. Zyklon Fani ist laut Wetterbehörde jedoch zu dieser Jahreszeit ausdauernder als alle anderen, die jemals beobachtet wurden.

Selbst 60 Kilometer im Landesinneren brachte Fani das öffentliche Leben zum Erliegen. Flughäfen, Schulen und Universitäten blieben geschlossen. Ein Krankenhaus wurde erheblich beschädigt, Patienten sowie Ärzte und Pfleger blieben laut Behörden aber unverletzt. Die Menschen, darunter 600 Schwangere, seien in Schutzräume gebracht worden. 500 Rettungswagen stünden bereit, fast 250 Sanitätsstationen seien mit Notstromversorgung ausgerüstet.

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