August 6, 2018 / 6:36 AM / 4 months ago

Mehr als 90 Tote bei Erdbeben auf indonesischer Insel Lombok

A damaged home is seen following a strong earthquake in Pemenang, North Lombok, Indonesia August 6, 2018 in this photo taken by Antara Foto. Antara Foto/Ahmad Subaidi/ via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. MANDATORY CREDIT. INDONESIA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN INDONESIA.

Mataram (Reuters) - Bei dem erneuten Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok sind mindestens 91 Menschen ums Leben gekommen.

Zudem habe es mehr als 200 Verletzte gegeben, teilte der Katastrophenschutz am Montag mit. Die Opferzahlen würden voraussichtlich noch steigen, weil Tausende Gebäude eingestürzt oder stark beschädigt seien. Die Erschütterungen seien so stark gewesen, dass auch auf der Nachbarinsel Bali zwei Menschen starben. Nach dem zweiten schweren Beben innerhalb einer Woche brachen Hunderte Touristen ihren Urlaub an. Am Flughafen der Stadt Mataram bildeten sich lange Schlangen. Unter den Toten sei kein Ausländer, teilte der Katastrophenschutz mit.

Mehrere Fluggesellschaften kündigten zusätzliche Flüge an, um Urlaubern die Abreise zu ermöglichen. Etwa 1000 Touristen aus dem In- und Ausland seien in Booten von drei Inseln im Nordwesten von Lombok in Sicherheit gebracht worden, teilte ein Sprecher des Katastrophenschutz via Twitter mit. Das Militär kündigte an, ein Boot mit Hilfsgütern nach Lombok zu entsenden. Einige Gebiete seien noch von der Stromversorgung und Kommunikation abgeschnitten.

“Ich war auf dem Dach meines Hotels und das Gebäude begann sehr stark zu schwanken. Es fühlte sich an wie zwei Meter nach links und dann zwei Meter nach rechts, ich konnte nicht mehr stehen”, berichtete ein 43-jähriger Franzose, der mit seiner Frau und zwei Kindern am Flughafen wartete. Tausende Urlauber und Einwohner waren in der Nacht aus ihren Hotels und Häusern ins Freie geflüchtet.

Das Beben am Sonntag hatte nach jüngsten Berechnungen der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 6,9. Das Epizentrum lag im Norden der Insel in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern. Nach den heftigen Erschütterungen am Sonntagabend wurden der indonesischen Agentur für Meteorologie, Klimaforschung und Geophysik zufolge noch mehr als 120 Nachbeben registriert. Erst vor einer Woche hatte auf Lombok die Erde gebebt. Die Erschütterungen hatten eine Stärke von 6,4. 17 Menschen kamen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. In Indonesien kommt es häufig zu Erdbeben, weil der Inselstaat am sogenannten Pazifischen Feuerring liegt. Dort gibt es besonders viele Vulkane. Auch starke Erdbeben treten oft auf und lösen zum Teil Tsunamis aus.

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