January 21, 2018 / 12:12 PM / 6 months ago

Deutsche wegen IS-Mitgliedschaft im Irak zum Tode verurteilt

Berlin (Reuters) - Im Irak ist eine Deutsche wegen Mitgliedschaft in der radikal-islamischen IS-Miliz zum Tode verurteilt worden.

Sie solle durch den Strang hingerichtet werden, sagte ein Sprecher des Strafgerichts in Bagdad am Sonntag. Die Frau marokkanischer Abstammung sei im vergangenen Jahr von irakischen Truppen bei der Schlacht um Mossul gefangengenommen worden. Sie ist die erste Ausländerin, die im Irak wegen IS-Mitgliedschaft zum Tode verurteilt wurde. Sie kann Berufung einlegen. Ihr Name wurde nicht genannt. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.

Die Frau habe gestanden, dass sie mit ihren beiden Töchtern aus Deutschland nach Syrien gereist sei und sich dann dem IS im benachbarten Irak angeschlossen habe, sagte der Gerichtssprecher. Sie sei schuldig befunden worden, an Anschlägen auf irakische Sicherheitskräfte und der logistischen Unterstützung der Islamisten beteiligt gewesen zu sein. Bei der monatelangen Schlacht um die nordirakische Stadt Mossul waren mehrere mutmaßliche IS-Anhängerinnen aus Deutschland gefangengenommen worden.

Tausende Ausländer hatten sich der IS-Miliz in Syrien und im Irak angeschlossen. Im vergangenen Jahr war ein russischer IS-Kämpfer im Irak zum Tode verurteilte worden. Die Regierung in Bagdad hatte im Dezember den Sieg über die Islamisten-Miliz erklärt, die 2014 fast ein Drittel des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Auch in Syrien wird sie immer weiter zurückgedrängt.

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