May 22, 2008 / 1:35 PM / 12 years ago

Acht Zivilisten bei US-Angriff im Irak getötet

Baidschi (Reuters) - Im Irak haben US-Truppen bei einem Hubschrauberangriff acht Zivilisten getötet.

Unter den Toten waren nach Angaben der irakischen Polizei auch zwei Jungen im Alter von acht und elf Jahren. Der amerikanische Helikopter habe ein Fahrzeug beschossen, das eine Gruppe von Schäfern transportiert habe. Angehörige berichteten, einige seien auf der Flucht zu Fuß erschossen worden.

Eine Sprecherin der US-Streitkräfte erklärte, die Besatzung des Hubschraubers habe mit dem Beschuss auf “verdächtige Aktivitäten” reagiert. Der Fahrer des Wagens habe Haltesignale ignoriert.

Der Zwischenfall in der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Baidschi könnte Bemühungen der USA erschweren, die Spannungen mit der irakischen Regierung nach den Schüssen eines US-Soldaten auf ein Exemplar des Korans abzubauen.

Der Fernsehsender Afak warf den USA unterdessen vor, einen seiner Kameraleute in Bagdad auf dem Heimweg erschossen zu haben. Kollegen von Wisam Ali Uda berichteten, der Journalist sei einer von elf Irakern, die am Donnerstag von US-Soldaten getötet worden seien. Nach Darstellung des amerikanischen Militärs handelte es sich bei den Toten durchweg um Extremisten, die Gewalttaten verübt oder angedroht hätten. Dagegen erklärte die irakische Polizei, einige der Opfer seien Zivilisten.

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