November 21, 2008 / 2:16 PM / 11 years ago

Tausende Schiiten verbrennen Bush-Puppe in Bagdad

Demonstrators chant slogans during a rally at al-Firdos square in Baghdad November 21, 2008. Followers of Shi'ite cleric Moqtada al-Sadr marched on Friday against a pact letting U.S. forces stay in Iraq until 2011, toppling an effigy of President George W. Bush where U.S. troops once tore down a statue of Saddam Hussein. REUTERS/Kareem Raheem (IRAQ)

Bagdad (Reuters) - Tausende Schiiten haben am Freitag in Bagdad gegen das irakisch-amerikanische Abkommen über einen US-Truppenabzug demonstriert.

Auf dem Firdos-Platz verbrannten sie eine Puppe, die US-Präsident George W. Bush darstellte. Dort hatten die US-Truppen bei der Einnahme der Stadt 2003 einen Statue von Saddam Hussein gestürzt. Der Protest der Anhänger des Schiiten-Predigers Moktada al-Sadr blieb nach offiziellen Angaben friedlich. Das Abkommen sieht den Abzug aller US-Truppen bis Ende 2011 vor. Es wurde von den Regierungen beider Staaten nach zähen Verhandlungen beschlossen und soll kommende Woche vom irakischen Parlament ratifiziert werden.

Iraks Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat sich über die Sadr-Anhänger lustig gemacht: Zuerst hätten sie einen Zeitplan für den Abzug amerikanischen Truppen gefordert, nun jedoch lehnten sie den Vertrag dazu ab. Al-Sadr hat sich mehrfach gegen die Regierung in Bagdad aufgelehnt. Vor einigen Monaten vertrieben die Regierungskräfte jedoch seine Anhänger von den Straßen. Der Prediger selbst soll sich nach US-Angaben seit dem vergangenem Jahr im Iran aufhalten.

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