June 18, 2019 / 7:31 AM / a month ago

China warnt vor Eskalation im Streit mit Iran

Chinese Foreign Minister Wang Yi speaks to journalists after a meeting with Syrian Foreign Minister Walid Muallem at Diaoyutai state guesthouse in Beijing on June 18, 2019. Fred Dufour/Pool via REUTERS

Peking/Genf (Reuters) - China mahnt angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen dem Iran und insbesondere den USA zur Zurückhaltung im Nahen Osten.

Außenminister Wang Yi rief am Dienstag in Peking alle Beteiligten zur Vernunft auf. Sie dürften “die Büchse der Pandora nicht öffnen”, sagte er. “Vor allem die US-Seite sollte ihre extremen Druckmethoden ändern.” Einseitiges Verhalten sei nicht vom Völkerrecht gedeckt. Das Problem würde so nicht gelöst. “Es wird nur eine noch größere Krise geschaffen.” Irans Präsident Hassan Ruhani sicherte in einer im staatlichen Fernsehen übertragen Rede zu, der Iran werde gegen kein Land Krieg führen. Die Islamische Republik sei mit einer Gruppe von Politikern konfrontiert, die nur über wenig Erfahrung verfügten.

Wang warb eindringlich für das 2015 geschlossene internationale Atomabkommen, das die USA vergangenes Jahr einseitig aufgekündigt hatten. Nur mit der Vereinbarung lasse sich die Atom-Problematik lösen. “Wir hoffen, dass der Iran seine Entscheidungen vorsichtig trifft und aus diesem Abkommen nicht leichtfertig aussteigt.” China hoffe aber auch, dass die anderen Beteiligten die rechtmäßigen Interessen und Rechte des Iran respektieren. Der Iran droht angesichts des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen und der Wiedereinsetzung von US-Sanktionen damit, sich ebenfalls von der Vereinbarung zu verabschieden. Die europäischen Vertragspartner, darunter Deutschland, wollen dies verhindern.

Die Lage im Nahen und Mittleren Osten hat sich nach den Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman in der vergangenen Woche erheblich zugespitzt. Die USA machen den Iran dafür verantwortlich, was dieser von sich weist. US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan kündigte am Montag die Entsendung zusätzlicher 1000 Soldaten in die Region an.

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