June 17, 2019 / 10:05 AM / in a month

Iran erhöht Druck auf Europäer im Atomstreit

The Iranian flag flutters in front the International Atomic Energy Agency (IAEA) headquarters in Vienna, Austria March 4, 2019. REUTERS/Leonhard Foeger

Dubai (Reuters) - Der Iran droht damit, sich in Kürze von Vorgaben des internationalen Atomabkommens zu verabschieden.

Der Sprecher der iranischen Atomenergie-Organisation, Behrus Kamalwandi, sagte am Montag im staatlichen Fernsehen, sein Land habe die Produktion von niedrig angereichertem Uran vervierfacht und jüngst sogar noch weiter hochgefahren. Die im Atomabkommen erlaubte Bestandsobergrenze von 300 Kilogramm werde somit in zehn Tagen überschritten. Noch reiche die Zeit, um das zu verhindern. Dazu aber müssten die Europäer handeln. Allerdings hätten diese indirekt angedeutet, dass sie dazu nicht in der Lage seien.

Die europäischen Vertragsstaaten, darunter Deutschland, bemühen sich, das 2015 nach jahrelangen Verhandlungen geschlossene Atomabkommen zu bewahren. Die Vereinbarung steht auf der Kippe, weil US-Präsident Donald Trump sie einseitig aufgekündigt hat und in der Folge US-Sanktionen schrittweise wiedereingeführt wurden. Kamalwandi erinnerte daran, dass der Iran den Europäern Anfang Mai eine zweimonatige Frist setzte zur Umsetzung ihrer Zusagen, die Öl- und Bankensektoren des Iran vor US-Sanktionen zu schützen. “Sie sollten nicht denken, dass sie nach 60 Tagen eine weitere 60-Tage-Gelegenheit bekommen.”

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