May 4, 2012 / 2:23 PM / 7 years ago

Chinesische Reedereien profitieren von Iran-Sanktionen

Singapur (Reuters) - Chinas Reedereien entpuppen sich als Nutznießer der EU-Sanktionen gegen den Iran.

Sie sind weitgehend konkurrenzlos auf dem Markt, seit europäische Assekuranzen mit Beginn des Monats Mai keine Schiffe mehr versichern dürfen, die Güter aus dem Iran transportieren. Nun verlangen sie gut das Doppelte der bislang üblichen Preise und verdienen prächtig mit dem Transport von Petrochemikalien aus dem Iran, wie mehrere Schiffshändler sagten. “Die Chinesen sind die einzigen, die es machen können und wollen, da chinesische Versicherer die Risiken übernehmen”, sagte ein in Singapur ansässiger Händler. Etwa 90 Prozent der weltweiten Tankerflotte ist in westlichen Ländern versichert. Chinesische Reedereien wie Sinochem Corp oder Nanjing Tankers wollten sich zu den Angaben nicht äußern.

China ist der größte Abnehmer von petrochemischen Produkten aus dem Iran. 22 Prozent der gesamten Exporte der Islamischen Republik gehen nach China. Das Volumen erreichte in den zwölf Monaten bis zum 20. März iranischen Presseberichten zufolge 14 Milliarden Dollar.

Ab dem 1. Juli tritt auch ein von der EU verhängtes Importverbot für iranisches Öl in Kraft. Grund ist der Atomstreit. Dem Iran wird vorgeworfen, nach Kernwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below