August 30, 2012 / 9:28 AM / 7 years ago

Ajatollah Chamenei - Iran wird niemals eine Atombombe bauen

Dubai (Reuters) - Der Iran hat kategorisch jede Absicht bestritten, nach Atomwaffen zu streben.

Sein Land werde niemals eine Atombombe bauen, zugleich aber auch nicht auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Nukleartechnologie verzichten, sagte das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, am Donnerstag beim Treffen der blockfreien Staaten in Teheran. “Unser Motto lautet Atomenergie für alle und Atomwaffen für niemanden”, sagte Chamenei.

Der Iran möchte die Konferenz mit hochrangigen Vertretern aus 120 Staaten dazu nutzen, um den Versuchen der USA, das Land international zu isolieren, zu trotzen. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon war am Mittwoch vor Ort und appellierte an den Iran, zu beweisen, dass das Atomprogramm des Landes ausschließlich friedlichen Zwecken dient.

Chamenei nutzte das Forum auch, um Politik gegen den Erzfeind USA zu machen. Den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) bezeichnete er als unlogisch und ungerecht. Er sei ein Relikt der Vergangenheit, das die USA benutzten, um der Welt ihre Sichtweise aufzudrücken.

Unterdessen empfing der Iran erstmals seit der Islamischen Revolution von 1979 wieder einen ägyptischen Staatschef: Präsident Mohammed Mursi wurde bei seiner Ankunft am Teheraner Flughafen Mehrabad mit rotem Teppich empfangen. Das iranische Fernsehen sendete Live-Bilder von seiner Ankunft. Er reiste ebenfalls für die Konferenz an. In seiner Rede vor den versammelten Politikern sagte er, es sei eine “ethische Pflicht”, das syrische Volk gegen das Regime in Damaskus zu unterstützen. Dort geht Präsident Baschar al-Assad seit rund eineinhalb Jahren hart gegen einen Volksaufstand vor. Die syrische Delegation verließ während der Rede Mursis demonstrativ den Saal.

Mursi hat bislang offen gelassen, ob er die Beziehungen zum Iran aufwerten will. Er sprach sich jüngst dafür aus, zur Lösung des Syrien-Konflikts eine Kontaktgruppe zu bilden, der neben Ägypten auch der Iran, Saudi-Arabien und die Türkei angehören sollen.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below