August 5, 2019 / 10:48 AM / 20 days ago

Iran - Werden Verstöße gegen Seerecht nicht dulden

The Iranian flag flutters in front the International Atomic Energy Agency (IAEA) headquarters in Vienna, Austria July 10, 2019. REUTERS/Lisi Niesner

Dubai (Reuters) - Der Iran wird nach eigenen Angaben Verstöße gegen das Seerecht im Persischen Golf nicht länger dulden.

In der Vergangenheit habe der Iran auf einige solcher Fälle nicht reagiert, sagte Außenminister Mohammad Dschawad Sarif am Montag. Man werde jetzt aber nicht mehr wegschauen. Sarif äußerte sich einen Tag nachdem die Revolutionsgarden einen weiteren ausländischen Tanker im Golf festgesetzt hatten, der Öl in arabische Länder habe schmuggeln wollen. Sieben Besatzungsmitglieder des laut Staatsmedien aus dem Irak stammenden Schiffes wurden festgenommen.[L8N2500A1] Der Vorfall ereignete sich nach iranischen Angaben nahe der Straße von Hormus. Sie ist eine der wichtigsten Schifffahrtsstraßen weltweit und verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman.

Sarif bekräftigte, für die Sicherheit im Persischen Golf sei der Iran verantwortlich. Die Revolutionsgarden hatten bereits am 19. Juli die unter britischer Flagge fahrende “Stena Impero” nahe der Straße von Hormus gestoppt, weil sie in einen Unfall mit einem Fischerboot verwickelt gewesen sein soll. Seither wird der Öltanker vom Iran festgehalten. Allerdings hatte die Führung in Teheran auch mehrfach mit Vergeltung für die Festsetzung eines iranischen Tankers durch die britische Marine gedroht. Diese hatte Anfang Juli die “Grace 1” vor Gibraltar aufgebracht. Der Tanker wird mit der Begründung festgehalten, er habe iranisches Öl nach Syrien transportieren wollen und damit gegen EU-Auflagen verstoßen. Einen Austausch der beiden Tanker hatte Großbritannien mit der Begründung abgelehnt, dass das Aufbringen der “Stena Impero” in der Straße von Hormus illegal gewesen sei.

Die USA wollen wegen der Festsetzung von Tankern und mehrerer Angriffe auf Schiffe, für die sie den Iran verantwortlich machen, eine Allianz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Persischen Golf schmieden. Während Großbritannien einen solchen Marineeinsatz unterstützt, bekräftigte eine Regierungssprecherin in Berlin, Bundeskanzlerin Angela Merkel sehe in der gegenwärtigen Lage keine Beteiligung Deutschlands an einem von den USA geführten Einsatz. Ein europäischer Marineeinsatz und eine deutsche Beteiligung daran werde derzeit geprüft, sagte die Sprecherin.

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