July 12, 2019 / 6:06 AM / 5 days ago

Iran fordert von Briten umgehende Freigabe von Supertanker

A British Royal Navy patrol vessel guards the oil supertanker Grace 1, that's on suspicion of carrying Iranian crude oil to Syria, as it sits anchored in waters of the British overseas territory of Gibraltar, historically claimed by Spain, July 4, 2019. REUTERS/Jon Nazca

Dubai/London (Reuters) - Der Iran fordert die umgehende Freigabe des beschlagnahmten Supertankers “Grace 1” von Großbritannien.

“Dies ist ein gefährliches Spiel und hat Konsequenzen”, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Abbas Mussawi, am Freitag laut der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. “Die Freigabe des Tankers ist im Interesse aller Länder.” Vor einer Woche hatte die britische Marine den Supertanker vor der britischen Exklave Gibraltar an der Südspitze Spaniens festgesetzt. Er soll beladen mit iranischem Öl nach Syrien unterwegs gewesen sein, was ein Verstoß gegen die EU-Sanktionen gegen das Land wäre. Kapitän und Erster Offizier wurden festgenommen.

Vergangenen Donnerstag versuchten drei iranische Schnellbote in der Straße von Hormus nach britischer Darstellung den Tanker “British Heritage” zu stoppen, seien aber von einem britischen Kriegsschiff daran gehindert worden. Der Iran wies die Darstellung zurück. Die Wasserstraße im Persischen Golf ist einer der wichtigsten Schifffahrtswege weltweit.

IRAN: GROSSBRITANNIEN HANDELT AUF DRUCK DER USA

Mussawi warf Großbritannien mit Blick auf den Streit über das iranische Atomprogramm vor, die “Grace 1” auf Druck der USA aufgebracht zu haben. Dazu erklärte der Chef der Regionalregierung Gibraltars, Fabian Picardo, es habe zu keiner Zeit von irgendeiner Regierung eine Anfrage bezüglich der “Grace 1” gegeben. Der Supertanker sei allein aufgrund des Verdachts beschlagnahmt worden, mit dem Transport werde gegen die EU-Sanktionen gegen Syrien verstoßen.

Im Atomstreit verzichteten die USA Insidern zufolge zunächst auf angekündigte Sanktionen gegen Irans Außenminister Dschawad Sarif. Zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen sagten, es könnte sein, dass die USA damit die Tür für diplomatische Verhandlungen offenhalten wollten.

US-Präsident Donald Trump hatte noch am Mittwoch dem Iran mit der Verschärfung der Sanktionen gedroht. Er warf der Führung in Teheran vor, schon seit langem heimlich Uran anzureichern und damit gegen das Atomabkommen zu verstoßen, was der Iran bestreitet. Die USA hatten vor gut einem Jahr das Abkommen von 2015 einseitig aufgekündigt und wieder Wirtschaftssanktionen in Kraft gesetzt, die sie zuletzt deutlich verschärften. Trump will den Iran nach eigenen Worten mit maximalem Druck zu Verhandlungen über ein Abkommen zwingen, das auch das Raketenprogramm des Landes umfasst.

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