April 30, 2018 / 12:09 PM / a month ago

Oberster Führer Irans - USA wollen Saudi-Arabien aufhetzen

Ankara (Reuters) - Der oberste politische und religiöse Führer Irans hat den USA vorgeworfen, Saudi-Arabien zu einer Konfrontation mit Iran zu provozieren und damit die Krise in der Region anzuheizen.

A staff member removes the Iranian flag from the stage after a group picture with foreign ministers and representatives of the U.S., Iran, China, Russia, Britain, Germany, France and the European Union during the Iran nuclear talks at the Vienna International Center in Vienna, Austria July 14, 2015. To match Analysis USA-ELECTION/IRAN REUTERS/Carlos Barria/File Photo

Im staatlichen Fernsehen forderte Ajatollah Ali Chamenei die USA zugleich auf, den Nahen und Mittleren Osten zu verlassen.

Am Sonntag hatte US-Außenminister Mike Pompeo dem mit Iran verfeindeten Saudi-Arabien demonstrativ den Rücken gestärkt. Er sicherte dem Land zu, dass die USA aus dem Atomabkommen mit Iran aussteigen würden, falls mit den europäischen Partnern keine Verbesserungen in den Vereinbarungen erzielt würden. Er warf dem Iran vor, die gesamte Region zu destabilisieren.

Chamenei sagte: “Eine der Möglichkeiten der Konfrontation mit Iran ist es, unerfahrene Herrscher der Region aufzustacheln.” Damit spielte er offensichtlich auf den 32 Jahre alten saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman an. Die Amerikaner wollten Saudi-Arabien gegen Iran aufbringen. Ihr Ziel sei es, die regionale Krise zu verschärfen und Muslime zum Kampf gegen Muslime zu drängen, sagte er.

“Wenn die betroffenen Regierungen mehr Weisheit erlangen, werden sie nicht gegen Iran vorgehen”, sagte Chamenei. “Wenn sie aber gegen Iran vorgehen, werden sie geschlagen.”

Chamenei machte zugleich deutlich, dass Iran nicht die Absicht habe, seinen Einfluss in der Region zurückzufahren. “Die Amerikaner sind die, die gehen sollten”, sagte er. “Der Nahe Osten, Westasien und der Persische Golf sind unser Heim.”

Zuvor hatte schon der Sprecher des iranischen Außenministeriums gesagt, die Regierung in Teheran werde weiterhin die Freunde Irans unterstützen. “Solange legitime Regierungen in Ländern der Region unsere Hilfe benötigen, wird Iran in diesen Ländern sein.”

US-Präsident Donald Trump lehnt den Atomvertrag mit dem Iran ab und will Änderungen erreichen. Die anderen Unterzeichnerstaaten Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Russland und China wollen das Abkommen erhalten. Iran hat Neuverhandlungen abgelehnt. Iran werde sich an das Abkommen, mit dem das iranische Atomprogramm begrenzt wird, solange halten, wie es auch von den anderen Staaten respektiert werde, sagte Chamenei. Sollten sich die USA aber daraus verabschieden, werde Iran den Vertrag zerreißen.

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