July 25, 2018 / 4:38 PM / 24 days ago

Iran lehnt einseitige Verhandlungen mit USA unter Drohungen ab

Beirut (Reuters) - Der Iran lehnt einseitige Verhandlungen mit den USA unter Drohungen ab.

FILE PHOTO: U.S. President Donald Trump speaks to reporters after signing a proclamation declaring his intention to withdraw from the JCPOA Iran nuclear agreement in the Diplomatic Room at the White House in Washington, U.S. May 8, 2018. REUTERS/Jonathan Ernst/File Photo

Die USA sollten die Idee einseitiger Verhandlungen unter dem Schatten von Drohungen endgültig vergessen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Bahram Kassemi, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge. Er reagierte damit offensichtlich auf eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump, der sich am Dienstag zu einem “Deal” mit dem Iran bereiterklärt hatte. Trump hatte gesagt, man werde sehen, was geschehe. “Aber wir sind bereit zu einem wirklichen Deal, nicht diesen Deal, den die Vorgängerregierung abgeschlossen hat und der ein Desaster war.”

Trump hatte im Mai den Rückzug der USA aus dem 2015 geschlossenen internationalen Atomabkommen angeordnet, gegen den Willen der Mitunterzeichner, darunter Deutschland. Zudem kündigte er Wirtschaftssanktionen gegen den Iran an und drohte anderen Staaten mit finanziellen Konsequenzen, sollten sie auch nach November dem Iran Öl abkaufen.

Darauf reagierte am Mittwoch der Kommandeur der einflussreichen Revolutionsgarden, Mohammad Ali Dschafari. Diese Drohungen könnten leicht erwidert werden, sagte er, ohne Einzelheiten zu nennen.

Erdöl ist die wichtigste Einnahmequelle des Iran, der zu den größten Erdölproduzenten der Welt zählt. Das Land liegt außerdem an Straße von Hormus, durch die ein großer Teil der internationalen Öllieferungen verschifft wird. Der iranische Präsident Hassan Ruhani und der politische und religiöse Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, haben signalisiert, dass sie im Falle einer Blockade ihrer Ölexporte dazu bereit seien, die Schifffahrtstraße dichtzumachen. Das hätte weitreichende Folgen für die globale Ölindustrie.

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