July 22, 2018 / 11:57 AM / 4 months ago

Irans Präsident warnt Trump vor "Mutter aller Kriege"

FILE PHOTO: Iran's President Hassan Rouhani attends a news conference at the Chancellery in Vienna, Austria July 4, 2018. REUTERS/Lisi Niesner/File Photo

Dubai (Reuters) - Irans Staatschef Hassan Ruhani hat US-Präsident Donald Trump vor einer gegen die Islamische Republik feindlich gesinnten Politik gewarnt.

Gleichzeitig signalisierte er am Sonntag aber auch die Bereitschaft zum Frieden. “Amerika sollte wissen, Frieden mit dem Iran ist die Mutter jeden Friedens - und Krieg mit dem Iran ist die Mutter aller Kriege”, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Irna den Politiker. “Mister Trump, spielen Sie nicht mit dem Schwanz des Löwen. Dies würde nur zu Bedauern führen.”

Ruhani äußerte sich dem Bericht zufolge vor iranischen Diplomaten. Dabei ging er offenbar auch auf Berichte über eine US-Aktion zur Destabilisierung des Landes ein. Die Iraner dürften nicht gegen Irans Sicherheit und die Interessen des Landes aufgehetzt werden. US-Regierungsvertreten zufolge versucht die US-Regierung mit Reden und Online-Beiträgen Unruhe im Iran zu stiften. So würden iranische Spitzenvertreter etwa durch übertriebene Darstellungen in ein schlechtes Licht gerückt. Ziel sei es, Druck auf den Iran auszuüben, damit dieser sein Atomprogramm und die Unterstützung militanter Gruppen beende.

CHAMENEI DROHT MIT BLOCKADE DER STRASSE VON HORMUS

Auf Trumps Drohung, Irans Ölexporte zum Erliegen zu bringen, entgegnete Ruhani laut einem Bericht der halbamtlichen Agentur Isna, der Iran sei der Garant der Sicherheit auf den Wasserstraßen der Region. Er spielte damit auf die Straße von Hormus an, durch die ein großer Teil der internationalen Öllieferungen verschifft wird. Erst kürzlich hatte Ruhani angedeutet, der Iran könne die Meeresenge und damit Lieferungen aus anderen Ölstaaten blockieren. Er reagierte damit auf Forderungen Trumps, kein Öl mehr vom Iran zu kaufen.

Irans politisches und religiöses Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, unterstützte die Blockadedrohung. “Wenn Irans Öl nicht exportiert wird, wird das Öl keines Staates in der Region exportiert”, sagte er laut Angaben auf seiner Website. Gleichzeitig kritisierte er die USA wegen des von Trump veranlassten Ausstiegs aus dem internationalen Atomabkommen. “Dem Wort und selbst der Unterschrift der Amerikaner kann man nicht vertrauen.” Verhandlungen mit den USA seien nutzlos und ein Fehler. Hingegen sollten die Verhandlungen mit den Europäern über Möglichkeiten zur Rettung des Abkommens nicht gestoppt werden.

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