January 6, 2020 / 7:11 AM / 6 months ago

Maas - US-Drohungen gegen Irak "nicht sehr hilfreich"

German Foreign Minister Heiko Maas attends the weekly cabinet meeting in Berlin, Germany, November 13, 2019. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Nach der Forderung des irakischen Parlaments nach einem Abzug ausländischer Truppen plädiert Bundesaußenminister Heiko Maas für einen Dialog mit dem Land.

Das Engagement der internationalen Gemeinschaft zum Wiederaufbau des Irak müsse fortgesetzt werden, sagte der SPD-Politiker am Montag im Deutschlandfunk. Dafür gelte es, den Irak mit Argumenten zu überzeugen und nicht mit Drohungen. Die Washingtoner Regierung hatte dem Irak nach der Entscheidung der Abgeordneten mit Sanktionen gedroht. Dies sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt “zumindest nicht sehr hilfreich”, so der Minister.

Das Votum des Parlaments sei zu respektieren, betonte Maas. “Wir werden jede Entscheidung akzeptieren, die dort getroffen wird.” Auch die Bundeswehr ist im Irak im Einsatz. Auf die Frage, ob bei einem Abzug von US-Truppen deutsche Soldaten im Irak verbleiben könnten, erklärte Maas: “Das wird sicher ganz schwierig sein, weil die Vereinigten Staaten dort militärisch eine Vielzahl von Funktionen übernommen haben, die von heute auf morgen nicht von anderen übernommen werden können.” Zudem habe das irakische Parlament für den Abzug sämtlicher ausländischer Truppen gestimmt. “Es wird jetzt darum gehen, wie die irakische Regierung diese Resolution umsetzt.” In jedem Fall gelte es, einen Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und den USA im Irak zu verhindern.

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