August 7, 2018 / 6:52 AM / 11 days ago

US-Sanktionen gegen Iran seit dem Morgen wieder in Kraft

Washington (Reuters) - Die US-Sanktionen gegen den Iran sind seit Dienstag wieder in Kraft.

FILE PHOTO: U.S. President Donald Trump speaks to reporters after signing a proclamation declaring his intention to withdraw from the JCPOA Iran nuclear agreement in the Diplomatic Room at the White House in Washington, U.S. May 8, 2018. REUTERS/Jonathan Ernst/File Photo

Mit den Strafmaßnahmen will US-Präsident Donald Trump das Land zwingen, ein neues Atomabkommen auszuhandeln. Seit 06.01 Uhr MESZ sind nach US-Angaben dem Iran unter anderem der Kauf von US-Dollar, der Handel mit Gold, Metallen, Kohle und Industrie-Software verboten. Auch die Autoindustrie ist von den Strafmaßnahmen betroffen. Im Juni hatten die USA zudem ihre Verbündeten und andere Staaten aufgefordert, ihre Öleinfuhren aus dem Iran bis November zu stoppen. Damit soll das Land finanziell ausgetrocknet werden.

Trump hatte das 2015 von seinem Vorgänger Barack Obama mit Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und dem Iran geschlossene Abkommen im Mai einseitig aufgekündigt. Die anderen Unterzeichnerstaaten wollen es aufrechterhalten.

Trump hat sich bereiterklärt, sich jederzeit mit der iranischen Führung zu treffen, um über ein umfassendes Abkommen zu sprechen. Dieses solle das Vormachtstreben des Iran in der Region eindämmen, “seinem böswilligen Verhalten” ein Ende setzen und ihm den Weg zur Atomwaffe versperren. Der iranische Präsident Hassan Ruhani lehnte das Gesprächsangebot als fadenscheinig ab. Damit schiele Trump nur auf die heimische Wählerschaft vor den Kongresswahlen im November und wolle Chaos im Iran schüren, sagte er im Staatsfernsehen.

Der schiitische Iran ist der Erzrivale des sunnitischen Königreiches Saudi-Arabien, das ein enger Verbündeter der USA in der Region ist. Der Iran unterstützt zusammen mit Russland den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und mischt auch im Konflikt im Jemen mit. Dort liefern sich Saudi-Arabien und Iran einen Stellvertreterkrieg.

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