February 8, 2018 / 12:34 PM / in 15 days

Frankreich fördert Wirtschaftskontakte mit Iran

Paris (Reuters) - Trotz der Unwägbarkeiten beim Atomabkommen mit dem Iran fordert Frankreich seine Unternehmen weiterhin auf, Geschäfte in dem Land zu machen.

Zugleich räumte der Direktor für bilaterale Beziehungen im französischen Finanzministerium, Joffrey Celestin-Urbain, ein, dass die Ungewissheit im Verhältnis zum Iran zunächst bestehen bleiben werde.

Frankreich will ebenso wie andere europäische Staaten seine Wirtschaftsbeziehungen zum Iran ausbauen, seit infolge des Atomabkommens von 2015 die meisten Sanktionen gegen das Land aufgehoben wurden. Diese Initiativen wurden durch die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten abrupt ausgebremst. Er bezeichnete das Atomabkommen als schlechtesten jemals geschlossenen Vertrag und forderte von den Vertragspartnern Frankreich, Großbritannien und Deutschland Änderungen des Vertrages in seinem Sinne. Die daraus resultierende Ungewissheit erwies sich als Gift für die Wirtschaftsbeziehungen.

Nach den Worten von Celestin-Urbain kommt es jetzt darauf an, den Handel unkompliziert zu gestalten und ein auf Euro basierendes bilaterales Kreditsystem für den Warenaustausch zu schaffen, das von US-Sanktionen nicht betroffen wäre. “Es gibt kaum private Finanzkanäle von Frankreich nach Iran. Dies veranlasste uns einzusteigen”, sagte Celestin-Urbain auf der Konferenz Euromoney Iran. Er hoffe, dass dies schon bald funktioniere. Die Zurückhaltung westlicher Banken bei der Finanzierung von Iran-Geschäften ist das größte Hindernis dabei, den Iran nach dem Atomabkommen wieder in den Welthandel zu integrieren.

Der britische Nahost-Minister Alistair Burt sagte auf der Konferenz, sein Land kämpfe für den Erhalt des von Trump infrage gestellten Atomabkommens. “Wir wollen, dass die Vereinbarung zu einem Erfolg wird”, sagte Burt und schloss die europäischen Vertragspartner mit ein. An den Iran appellierte er, alles zu unterlassen, was die regionale Sicherheit gefährde. Irans Vizeaußenminister Abbas Arakchi sagte dazu, der Einfluss seines Landes in der Region habe nicht mit dem Atomabkommen zu tun. Der Iran habe schon immer gegen Terrorismus gekämpft.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below