February 4, 2011 / 6:55 PM / 8 years ago

Irische Opposition droht einseitige Umschuldung von Banken an

Dublin (Reuters) - Die irische Oppositionspartei Fine Gail will nach einem möglichen Sieg bei den Neuwahlen am 25. Februar Nachverhandlungen über das EU/IWF-Rettungspaket führen.

Das kündigte der finanzpolitische Sprecher der in Umfragen führenden Partei, Michael Noonan, am Freitag in Dublin an. Der mögliche neue Finanzminister des Landes warnte, Irland könnte ansonsten die Schulden der Banken einseitig restrukturieren, die nicht von einer Staatsgarantie abgesichert seien. Die EZB lehnt einen solchen Schritt mit Verweis auf Ansteckungsgefahren ab.

Im Zuge der Finanzkrise musste Irland ein Rettungspaket von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Höhe von 85 Milliarden Euro annehmen, davon 35 Milliarden Euro für den angeschlagenen Bankensektor. Im Gegenzug kürzt das Land seine Ausgaben und erhöht Steuern. Für die Kredithilfen zahlt das Land an EU und IWF einen relativ hohen Zinssatz von 5,8 Prozent.

“Wenn die Belastung nicht reduziert wird, werden Fortschritte in Irland sehr schwierig sein”, sagte Noonan. Wenn die EU den Wünschen der Fine Gail nicht nachkomme, könnten einseitig Abschreibungen auf nicht abgesichterte Banken-Anleihen folgen. Ihr Volumen wird auf rund 15 Milliarden Euro geschätzt.

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