November 19, 2014 / 10:39 AM / 4 years ago

Fünf Tote bei Anschlag in irakischer Kurden-Stadt

Smoke rises from a oil refinery in Baiji, north of Baghdad June 19, 2014. REUTERS/Stringer

Erbil (Reuters) - Ein Selbstmordattentäter hat im Zentrum der irakischen Kurden-Hauptstadt Erbil am Mittwoch mindestens vier Menschen mit in den Tod gerissen.

Der Mann habe versucht, mit seinem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug auf das Gelände des Regierungssitzes zu gelangen, sagte Bürgermeister Nihad Latif Koja der Nachrichtenagentur Reuters. An der Einfahrt des von hohen Schutzmauern umgebenen Grundstücks habe er den Sprengstoff gezündet. Ein Augenzeuge berichtete einem örtlichen TV-Sender, zwei Polizisten und zwei Zivilisten seien getötet worden. Der Sender zeigte mehrere ausgebrannte Fahrzeuge vor der Schutzmauer. In Gebäuden auf der gegenüberliegenden Straßenseite gingen Scheiben durch die Wucht der Explosion zu Bruch. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Die radikale Miliz Islamischer Staat (IS), die weite Teile des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hat, hat auch mit Anschlägen in der autonomen Region Kurdistan gedroht. Das Gebiet ist bislang von der IS-Gewalt weitgehend verschont geblieben. Der letzte große Anschlag in Erbil wurde vor über einem Jahr verübt. Die irakischen Kurden unterstützen mit ihren Peschmerga-Kämpfern die syrischen Kurden bei der Verteidigung der Grenzstadt Kobani. Dort wurde der IS mit Hilfe der Peschmerga in den vergangenen Tagen nach Angaben einer Beobachtergruppe aus wichtigen Stellung zurückgedrängt.

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