February 21, 2018 / 12:59 PM / 3 months ago

Medien - Vertrauter von Netanjahu will in Korruptionsskandal aussagen

Jerusalem (Reuters) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerät im Zuge der Korruptionsermittlungen in seinem Umfeld zunehmend unter Druck.

Medienberichten zufolge will einer seiner Vertrauten, der ehemalige Generaldirektor im Kommunikationsministerium, Schlomo Filber, gegen ihn aussagen. Bislang galt Netanjahus engster Kreis als eingeschworen. Filber wurde diese Woche ebenso wie der Mehrheitseigner von Israels größter Telekommunikationsfirma Bezeq, der Chefin des Unternehmens und ein weiterer früherer Regierungsmitarbeiter festgenommen. Das Betrugsdezernat wollte sich zu den Medienberichten nicht äußern. Filbers Anwalt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Berichte befeuerten Spekulationen, dass Netanjahu Neuwahlen ansetzen könnte, um während des Wahlkampfs Ermittlungen gegen ihn zu verzögern und seine Unterstützer hinter sich zu sammeln. Bislang halten ihm die wichtigsten Koalitionspartner die Treue. Netanjahu hat bereits angekündigt, bei den Ende 2019 anstehenden Wahlen für eine fünfte Amtszeit kandidieren zu wollen.

Netanjahu wird Bestechlichkeit vorgeworfen. Bezeq soll der Polizei zufolge Leistungen erhalten und im Gegenzug soll eine von Bezeq kontrollierte Nachrichtenseite im Internet wohlwollend über den Ministerpräsidenten berichtet haben. Eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft, ob Netanjahu in zwei weiteren Fällen angeklagt wird, steht noch aus. Er hat alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen, ebenso Bezeq.

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