February 8, 2018 / 3:39 PM / 4 months ago

Ratiopharm-Mutter Teva rutscht tief in die roten Zahlen

Tel Aviv (Reuters) - Preisdruck bei Nachahmermedikamenten und verschärfter Wettbewerb im US-Markt setzen dem israelischen Arzneimittelhersteller Teva zu.

FILE PHOTO: A Teva Pharmaceutical Industries building is seen in Jerusalem December 14, 2017. REUTERS/Ammar Awad/File Photo

Im vergangenen Geschäftsjahr fiel deshalb ein operativer Verlust von 17,5 Milliarden Dollar an nach einem Plus von 2,2 Milliarden vor Jahresfrist, wie die Ratiopharm-Mutter am Donnerstag mitteilte. Teva kämpft zudem mit Generikakonkurrenz für sein Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone, allein im vierten Quartal brach der Umsatz mit der Arznei um fast ein Fünftel ein. Insgesamt setzte Teva 2017 22,4 Milliarden Dollar um, ein Plus von zwei Prozent.

Da sich das Marktumfeld in den USA nach Einschätzung des Unternehmens weiter verschlechtert, rechnet Teva im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang auf 18,3 bis 18,8 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie werde auf 2,25 bis 2,50 Dollar schrumpfen, nachdem er sich 2017 schon um mehr als ein Fünftel auf 4,01 Dollar verringert hatte. Der neue Teva-Chef Kare Schultz hatte dem hoch verschuldeten Unternehmen Ende vergangenen Jahres eine Sparkur verordnet. Rund ein Viertel der Belegschaft muss gehen, zudem kassierte Teva die Dividende auf Stammaktien und gibt zahlreiche Werke auf.

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