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Italien kritisiert erneut EZB-Vorstoß zum Abbau von Problemdarlehen
7. November 2017 / 15:55 / in 14 Tagen

Italien kritisiert erneut EZB-Vorstoß zum Abbau von Problemdarlehen

Brüssel (Reuters) - Italiens Finanz- und Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan hat den jüngsten Vorstoß der EZB-Bankenwächter zum Abbau von Problemdarlehen kritisiert.

Italy's Finance Minister Pier Carlo Padoan chats with Portugal Finance Minister Mario Centeno at the start of an euro zone finance ministers meeting in Brussels, Belgium, November 6, 2017. REUTERS/Eric Vidal

Das Vorhaben “überschreitet die Grenzen der Aufsicht”, sagte Padoan am Dienstag nach einem Treffen der Finanzminister der Euro-Zone. “Wir sind absolut dafür, dieses Problem anzugehen, das Banken von der Kreditvergabe abhält.” Es müssten aber vernünftige Methoden und Zeitpläne zum Einsatz kommen.

Die EZB-Aufsicht hatte jüngst Richtlinien zum Abbau neuer fauler Kredite vorgestellt, die auch zeitliche Vorgaben für die Geldhäuser enthalten. Aus Italien kam heftige Kritik daran. Dort wird nicht nur befürchtet, dass die heimischen Institute belastet werden. Es geht auch die Sorge um, dass die EZB den Geldhäusern ähnliche Vorgaben für den Altbestand an Problemdarlehen machen wird.

Ein Viertel aller Problemdarlehen, die sich in der Euro-Zone insgesamt auf 844 Milliarden Euro summieren, entfallen auf italienische Banken. Das ist eine Spätfolge der Weltfinanzkrise und Ergebnis der jahrelangen Wirtschaftsflaute im Land.

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