June 26, 2018 / 1:22 PM / 6 months ago

Malta und Italien machen Irrfahrt von Migrantenschiff ein Ende

Migrants are seen on the deck of the Mission Lifeline rescue boat in the central Mediterranean Sea, June 21, 2018. Picture taken June 21, 2018. Hermine Poschmann/Misson-Lifeline/Handout via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. NO RESALES. NO ARCHIVES

Rom (Reuters) - Nach einer mehrtägigen Irrfahrt auf dem Mittelmeer darf ein Schiff mit 230 Flüchtlingen an Bord auf Vermittlung Italiens in Malta ankern.

Ministerpräsident Guiseppe Conte teilte am Dienstag nach Gesprächen mit dem maltesischen Regierungschef Joseph Muscat mit, das Flüchtlingsschiff “Lifeline” könne in dem Inselstaat anlegen. Italien sei seinerseits bereit, einen Teil der Menschen an Bord aufzunehmen. Er hoffe, dass andere EU-Staaten diesem Beispiel folgten. Das Schiff hatte fünf Tage in internationalen Gewässern gekreuzt.

Italien verwehrte der “Lifeline” einen Ankerplatz - passend zur Linie der neuen rechts-populistischen Regierung in Rom, die keine von Hilfsorganisationen eingesetzten Schiffe mehr in italienische Häfen hineinlassen will. Diese Weigerung galt auch für das Flüchtlingsschiff “Aquarius” mit mehr als 600 Migranten an Bord, das letztlich erst nach einer längeren Odyssee in Spanien anlegen konnte. Wie die Organisation “Ärzte ohne Grenzen” mitteilte, verwehrte Malta dem Schiff am Dienstag den Zugang zu seinen Häfen, wo die “Aquarius” zum Auffrischen der Vorräte und einem Personalwechsel anlegen wollte. Die Regierung Maltas nannte keine Gründe für die Weigerung.

Die von Italien verhängte Sperre für von Hilfsorganisationen eingesetzte Boote mit Migranten umfasst jedoch nicht alle Schiffe mit Flüchtlingen. So konnte das dänische Handelsschiff “Alexander Maersk” mit mehr als 100 Flüchtlingen an Bord im sizilianischen Hafen Pozzallo festmachen.

Italien hat auf dem Migrationsgipfel am Sonntag die Festlegung von Quoten für Wirtschaftseinwanderer gefordert. Zentren zur Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten müssten zudem in mehreren EU-Ländern eingerichtet werden, nicht nur in Italien und Spanien, heißt es in einem Dokument der italienischen Regierung.

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