October 25, 2018 / 10:43 AM / 21 days ago

Salvini - Italien braucht keine Hilfe von außen

Interior Minister Matteo Salvini attends a news conference after a cabinet meeting at Chigi Palace in Rome, Italy, October 20 2018. REUTERS/Remo Casilli

Verona/Rom (Reuters) - Das hoch verschuldete Italien hat nach Worten von Vize-Regierungschef Matteo Salvini keine finanzielle Unterstützung von Russland erbeten.

“Wir brauchen keine Hilfe von außen”, sagte Salvini am Donnerstag am Rande einer Konferenz in Verona. Der Chef der rechten Lega äußerte sich damit zu Spekulationen, dass die Regierung in Rom versuchen könnte, russische Investoren zum Kauf von italienischen Staatsanleihen zu bewegen. An den Finanzmärkten herrscht die Sorge, dass Italiens Streit mit der EU-Kommission über die Haushaltspläne für 2019 sich zu einer neuen Schuldenkrise zuspitzen könnte.

Am Donnerstag kam es allerdings zu einer leichten Erholung. Die Kurse der zehnjährigen italienischen Staatsanleihen legten zu. Hintergrund waren Äußerungen des Chefs der 5-Sterne-Bewegung, die zusammen mit Lega die Regierung bildet. Luigi Di Maio bekräftigte zwar, dass eine Änderung des Budgetplans für die Koalition nicht infrage komme. Er unterstrich zugleich aber, dass Italien nicht aus der Euro-Zone aussteigen wolle. “Die Märkte sind nicht besorgt, weil Italien die EU-Haushaltsregeln nicht respektiert”, sagte er. “Investoren machen sich Sorgen wegen falscher Geschichten, wonach Italien den Euro verlassen will. Das ist nicht der Fall.”

Salvini ergänzte, sollten eine Bank oder ein Unternehmen in Schwierigkeiten kommen, sei die Regierung zur Unterstützung bereit. Mögliche Hilfen würden aber anders aussehen als in der Vergangenheit. An der Mailänder Börse stehen insbesondere Bankaktien im Fokus. Anleger befürchten, dass Geldhäuser in Probleme geraten könnten, wenn der Wertverlust heimischer Staatsanleihen ihre Bilanzen schwächt. Mit Spannung warteten die Börsen darauf, wie sich EZB-Chef Mario Draghi am Nachmittag auf der Pressekonferenz nach der Zinssitzung zur Lage in Italien äußern wird. Sein Heimatland hat gemessen an der Wirtschaftsleistung die zweithöchste Staatsverschuldung in der Euro-Zone hinter Griechenland.

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