March 29, 2018 / 9:40 AM / 8 months ago

Tunesier in Italien festgenommen - Bezug zu Amri möglich

Suspected supporters of Islamist terrorism are seen in this picture released by Italian Police in Rome, Italy, March 29, 2018. Italian Police press office/Handout via Reuters ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY.

Rom/Berlin (Reuters) - Bei Razzien in Italien hat die Polizei fünf Tunesier festgenommen, die zum Netzwerk des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri gehört haben sollen.

Einer der Männer werde verdächtigt, Amri gefälschte Ausweispapiere besorgt zu haben, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Den Männern werde Terrorplanung, Dokumentenfälschung und Hilfe bei der illegalen Einwanderung radikalisierter Tunesier vorgeworfen. Für eine Beteiligung am Anschlag in Berlin gebe es keine Beweise. Auch gebe es keine Hinweise, dass die Verdächtigen unmittelbar bevorstehende Anschläge vorbereitet hätten.

Bei dem Anschlag im Dezember 2016 in Berlin waren zwölf Menschen getötet worden, als Amri mit einem Lastwagen in den Weihnachtmarkt an der Gedächtniskirche raste. Der Tunesier wurde vier Tage später von der italienischen Polizei bei Mailand erschossen. Seit dem 1. März befasst sich ein Untersuchungsausschuss des Bundestages mit der Frage, ob der Anschlag hätte verhindert werden können. Die Grünen erklärten, die Festnahmen zeigten, dass die Behauptungen der Bundesregierung, die terroristischen Absichten Amris seien nicht erkennbar gewesen, falsch gewesen seien. Die Bundesregierung müsse in dem Fall alle internationalen Bezüge aufdecken.

RAZZIEN IN ROM UND NEAPEL

Die italienische Polizei erklärte, bei den Razzien handele es sich um eine große Anti-Terror-Aktion von Sondereinheiten der Sicherheitskräfte. Durchsuchungen gab es Justizkreisen zufolge unter anderem in Rom und Neapel.

Erst am Mittwoch hatte die Polizei in Turin einen 23-jährigen Italiener marokkanischer Abstammung festgenommen, der ein Attentat mit einem Lastwagen geplant haben soll.

Innenminister Marco Minniti hatte am Mittwoch die Bedrohung Italiens durch IS-Sympathisanten höher denn je eingestuft. Dies sei darauf zurückzuführen, dass nach den Niederlagen des IS in Syrien und im Irak immer mehr ausländische Kämpfer via Italien nach Europa zurückzukehren versuchten.

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