May 21, 2010 / 5:36 AM / in 10 years

IWF warnt vor zu schneller Senkung der EU-Defizite

International Monetary Fund (IMF) Managing Director Dominique Strauss-Kahn pauses at a news conference during the spring IMF-World Bank meeting at the IMF headquarters building in Washington April 24, 2010. REUTERS/Yuri Gripas

Paris (Reuters) - Deutschland und Frankreich sollten nach den Worten von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn nicht zu schnell ihre Haushaltsdefizite senken.

Bei einem zu rasanten Vorgehen könnten sie das Wirtschaftswachstum abwürgen, sagte Strauss-Kahn am Donnerstag in einem Interview mit dem TV-Sender France 2. Die Eurozone benötige eine starke Wirtschaftskontrolle und eine Wachstumspolitik, um die gegenwärtige Krise zu bewältigen. Er sei besorgt, dass Deutschland und Frankreich mit ihren Sparmaßnahmen in Europa voranschritten. “Wir müssen die Defizite reduzieren, aber dürfen keinen zu großen Druck ausüben”, sagte Strauss-Kahn. Ein Defizit von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2012-2013 sei nicht in Stein gemeißelt.

Griechenland, Portugal und Spanien müssten indes ihre Schulden zurückführen. Zudem forderte der IWF-Chef eine größere Koordination in Europa. “Ich glaube nicht, dass die Eurozone in Gefahr ist zu explodieren. Es besteht jedoch das Risiko, dass sie nur schlecht funktioniert”, fügte er hinzu.

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