October 12, 2018 / 6:15 AM / 5 days ago

Weidmann und Scholz dämpfen Befürchtungen wegen Handelskonflikt

Nusa Dua (Reuters) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann haben bei der IWF-Jahrestagung Befürchtungen gedämpft, ein Handelskrieg könnte einschneidende Folgen für die Weltwirtschaft haben.

German Bundesbank President Jens Weidmann (L) talks to German Minister of Finance Olaf Scholz after G-20 finance ministers and central banks governors family photo during the IMF/World Bank spring meeting in Washington, U.S., April 20, 2018. REUTERS/Yuri Gripas

Auf dem Treffen sei über die Konflikte gesprochen worden, insbesondere über den Streit zwischen den USA und China, sagte Weidmann am Freitag. Mit Blick auf die Auswirkungen auf die aktuelle Wirtschaftsentwicklung sagte er allerdings: “An dieser Stelle würde ich etwas entspannter sein im Moment.”

Scholz sagte, eine Reihe von Anzeichen sorgten für Zuversicht. Dabei nannte er die jüngste Handelsvereinbarung der USA mit Mexiko und Kanada. Auch die Verhandlungen zwischen der EU und den USA liefen “vertrauensvoll und vernünftig”. Allen Teilnehmern der Beratungen in Bali sei bewusst, dass eine weitere Eskalation der mit neuen und höheren Zöllen geführten Handelskonflikte schwerwiegende Folgen für Wachstum und Finanzstabilität haben dürfte. Daher müsse alles getan werden, eine Zuspitzung zu verhindern.

WEIDMANN: KURSRÜCKGÄNGE SIND NORMALISIERUNG

Die jüngsten Kursrutsche an den Börsen bezeichnete Weidmann “eher als eine Normalisierung” und nicht als Anzeichen für eine Krise. Deutschland und die Weltwirtschaft seien weiterhin auf Wachstumspfad. Allerdings werde die Konjunktur an Fahrt verlieren. Dabei sprach sich Weidmann für Reformen aus, um die Wirtschaft zu stärken. Das Potenzialwachstum werde in Deutschland aufgrund der demografischen Entwicklung von derzeit etwa anderthalb Prozent auf unter ein Prozent in den 20er Jahren absinken.

Scholz sagte, er sehe Handlungsbedarf angesichts der hohen Verschuldung in vielen Ländern, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern. “Unsere Vorstellung ist, dass es da mehr Transparenz gebe muss und auch gemeinsame Verhaltensregeln.” Zum Streit um die Budgetpolitik Italiens äußerte sich Scholz zurückhaltend. Wenn man Italien etwas raten sollte, dann, vorsichtig damit umzugehen, was es tue. Ansonsten hätten italienische Politiker zugesagt, sich an die europäischen Regeln zu halten - und das sollte man auch ernst nehmen.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below