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Weltnachrichten

Japans neuer Regierungschef Suga setzt auf Kontinuität

Japan's newly-elected Prime Minister Yoshihide Suga stands as he was chosen as new prime minister at the Lower House of Parliament in Tokyo, Japan September 16, 2020. REUTERS/Kim Kyung-Hoon

Tokio (Reuters) - Yoshihide Suga ist Japans neuer Ministerpräsident.

Der 71-jährige bisherige Kabinettschef wurde am Mittwoch vom Parlament zum Nachfolger von Shinzo Abe gewählt, der nach fast acht Jahren aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurücktrat. Suga will Abes Wirtschafts- und Reformpolitik im wesentlichen beibehalten. Rund die Hälfte des Kabinetts übernimmt der neue Regierungschef von seinem Vorgänger, darunter die Schlüsselpositionen des Finanzressorts mit Taro Aso und des Außenressorts mit Toshimitsu Motegi. Abes jüngerer Bruder Nobuo Kishi wird neuer Verteidigungsminister.

Suga steht vor schwierigen Aufgaben. Die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft wurde von der Corona-Krise hart getroffen. Ein weiteres Problem ist die Überalterung der Gesellschaft. Außenpolitisch sieht sich Japan mit den geo- und handelspolitischen Spannungen zwischen den beiden weltweit größten Wirtschaftsmächten USA und China konfrontiert.

So lange wie der 65-Jährige Abe war kein japanischer Ministerpräsident im Amt. Suga fungierte bisher als dessen rechte Hand. Bereits am Montag hatten die regierenden Liberaldemokraten Suga zum neuen Parteichef gemacht. Dieser setzt vor allem auf Kontinuität und hält an zahlreichen Projekten Abes fest. Dazu gehört vor allem der Kurs aktiver Wirtschaftsförderung, der mit dem Schlagwort “Abenomics” nach dem Ex-Regierungschef benannt wurde. Hinzu kommen Strukturreformen, die etwa Deregulierung und den Abbau von Bürokratie vorsehen.

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