October 14, 2019 / 5:59 AM / a month ago

Dutzende Tote nach Taifun in Japan - Militär hilft bei Aufräumarbeiten

A man talks with rescue workers searching a flooded area in the aftermath of Typhoon Hagibis, which caused severe floods at the Chikuma River in Nagano, Nagano Prefecture, Japan, October 14, 2019. REUTERS/Kim Kyung-Hoon

Nagano (Reuters) - In Japan sind bei dem stärksten Taifun seit Jahrzehnten mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.

Weitere 15 Menschen wurden nach einem Bericht des staatlichen Senders NHK noch vermisst, 177 verletzt. Der Wirbelsturm Hagibis war am Samstagabend auf die Küste der Hauptinsel Honschu getroffen. Am frühen Sonntagmorgen gaben die Behörden für die ersten Regionen nördlich der Hauptstadt Entwarnung. Etwa 100.000 Haushalte waren weiter ohne Strom. Zehntausende Helfer waren im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen. Auch das japanische Militär beteiligte sich an den Aufräumarbeiten.

Durch Starkregen waren Flüsse über die Ufer getreten. Nagano gehört zu den am stärksten getroffenen Städte, nachdem der Fluss Chikuma über die Ufer trat. Häuser wurden überschwemmt, mindestens ein Mensch musste per Hubschrauber vom Dach seines Hauses gerettet werden. Bei mehr als 20 Flüssen in Zentral- und Nordost Japan hielten die Dämme den Wassermassen nicht stand. Vor der Küste Japans sank ein unter der Flagge von Panama fahrendes Schiff. Einem Medienbericht zufolge starben mindestens fünf der zwölfköpfigen Besatzung. Drei wurden vermisst.

Der Umfang der Schäden wird erst langsam klar, denn viele Regionen stehen noch unter Wasser. In der Hauptstadt Tokio, die kurz nach dem Wirbelsturm von einem Erdbeben der Stärke 5,7 getroffen wurde, kehrte am Sonntag dagegen wieder etwas Normalität ein. Der Zugverkehr kommt langsam in Gang und Geschäfte öffneten. Auch die Flughäfen öffneten wieder, rund 800 Flüge wurden aber gestrichen. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe rief ein Krisentreffen der betroffenen Ministerien ein. “Die Regierung wird alles in ihrer Macht stehende tun, um in Zusammenarbeit mit den Behörden alles so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu bringen”, sagte er.

Nachdem das Spiel bei der Rugby-Weltmeisterschaft zwischen Namibia und Kanada ab Sonntag abgesagt worden war, boten die kanadischen Spieler ihre Hilfe für Aufräumarbeiten in Kamaishi an.

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