April 15, 2011 / 8:43 AM / 8 years ago

AKW-Betreiber Tepco plant erste Entschädigung von 415 Mio Euro

A man is reflected in the entrance door of the Tokyo Electric Power Co (TEPCO) headquarters building in Tokyo April 12, 2011. REUTERS/Yuriko Nakao

Tokio (Reuters) - Als erste Entschädigung nach der Atomkatastrophe von Fukushima will AKW-Betreiber Tepco umgerechnet rund 415 Millionen Euro (50 Milliarden Yen) zahlen.

Das Geld sei für 50.000 Haushalte rund um den havarierten Meiler bestimmt, sagte Tepco-Präsident Masataka Shimizu am Freitag vor Journalisten. Auf welche Summe sich die Schadenersatzzahlungen insgesamt belaufen werde, könne er nicht sagen. Auf umgerechnet rund 16,6 Milliarden Euro (24 Milliarden Dollar) schätzen die Experten von JPMorgan die Verluste, die auf Tokyo Electric Power (Tepco) im laufenden Geschäftsjahr durch Entschädigungen zukommen. Bank of America-Merrill Lynch geht sogar von 89,7 Milliarden Euro (130 Milliarden Dollar) aus, wenn die Krise andauert.

Tepco-Präsident Shimizu sagte, das Unternehmen wolle durch eine Verschlankung Kosten sparen. Die Zeitung “Yomiuri” berichtete, Tepco wolle Immobilien im Wert von umgerechnet 829 Millionen Euro (100 Milliarden Yen) verkaufen. Mit dem Erlös sollten die Schadensersatzzahlungen gestemmt werden. Laut der Zeitung “Nikkei” könnte auch die japanische Regierung in die Bresche springen. Denkbar wäre demnach ein staatlich gedeckter Versicherungsfonds, der die hohen Entschädigungszahlungen zunächst vorstreckt. So solle Asiens größter Versorger vor dem Kollaps bewahrt werden.

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