February 14, 2010 / 2:27 PM / in 9 years

Pannenserie bei Toyota reißt nicht ab - Weiterer Rückruf

The logo of a Toyota car is seen in snow on a street in Huaibei, Anhui province February 11, 2010. Added to a wave of personal injury lawsuits stemming from Toyota's massive recall, the automaker faces a growing number of consumer class-action cases -- more than 40 so far -- over the shrinking resale value of its cars. REUTERS/Stringer (CHINA - Tags: TRANSPORT BUSINESS) CHINA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN CHINA

Orlando (Reuters) - Die Pannenserie bei Toyota reißt nicht ab:

Der japanische Autobauer wird etwa 8000 Fahrzeuge seines Kleinlastermodells Tacoma in den USA wegen Problemen bei der Antriebswelle zurückrufen. Dies geht aus einem Dokument hervor, das der Weltmarktführer an US-Autohändler verschickte und der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag. Die vordere Antriebswelle könne sich lösen und den Boden berühren, wodurch der Fahrer die Kontrolle über den Wagen verlieren könne, hieß es darin. Betroffen sei die neueste Allrad-Version des Pickup-Modells. Toyota muss bereits wegen Problemen mit klemmenden Gaspedalen, Bremssystemen und lockeren Fußmatten weltweit mehr als 8,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordern.

Von der Pannenserie ist vor allem das US-Geschäft von Toyota betroffen. Dessen Manager-Spitze soll in den kommenden Tagen mit der Konzernführung in Tokio das weitere Vorgehen abstimmen. Der Chef des Nordamerika-Geschäfts, Yoshi Inaba, und US-Vertriebschef Jim Letz, würden im Vorfeld der am 24. Februar beginnenden Anhörungen im US-Kongress mit dem Management über die Probleme beraten, sagte der Vizepräsident der Vertriebssparte, Don Esmond, zu Reuters am Rande eines Treffens des US-Autohändlerverbands in Orlando. Dann dürfte auch darüber entschieden werden, ob Toyota-Chef Akio Toyoda der Aufforderung nach einer Stellungnahme vor dem Kongress nachkomme.

Die von Kunden vorgebrachten Beschwerden, dass die Probleme einer unbeabsichtigten Beschleunigung mit dem elektronischen Steuerungssystem “Drive-By-Wire” zusammenhingen, wies Desmond zurück. Dafür gebe es keine Hinweise. Er gehe fest davon aus, dass mit einer Reparatur des Gaspedals und einem Austausch der Fußmatten das Problem behoben werde. Bislang seien in den USA bei 400.000 Kunden das Gaspedal repariert worden.

Der jüngste Rückruf für den Tacoma geht auf eine Warnung des US-Zulieferers Dana zurück. Eine Überprüfung habe ergeben, dass die an Toyota, Ford und Nissan gelieferten Komponenten für die Antriebswelle brechen könnten, teilte das Unternehmen mit. Allerdings sei das vom Fahrzeugtyp abhängig. Ford und Nissan sahen keinen Grund für einen Rückruf. Toyota sprach von Mängeln in der Fertigungskontrolle.

Die Pannenserie hat Toyotas Image als Qualitätshersteller angekratzt. Davon dürfte die Konkurrenz profitieren. General Motor geht davon aus, auch dank der Krise bei Toyota seinen Marktanteil in den USA ausbauen zu können. Er dürfte 2010 deutlich über den 20 Prozent aus dem vergangenen Jahr liegen, sagte Vize-Chairman Bob Lutz am Freitag.

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