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Schulterschluss zwischen USA und Japan im Nordkorea-Konflikt
6. November 2017 / 07:58 / vor 15 Tagen

Schulterschluss zwischen USA und Japan im Nordkorea-Konflikt

Tokio (Reuters) - Im Atomstreit mit Nordkorea demonstrieren US-Präsident Donald Trump und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe Einigkeit.

U.S. President Donald Trump and Japan's Prime Minister Shinzo Abe hold hats they signed, reading "Donald & Shinzo Make Alliance Even Greater" before lunch and a round of golf at Kasumigaseki Country Club in Kawagoe, Japan November 5, 2017. REUTERS/Jonathan Ernst TPX IMAGES OF THE DAY

Die beiden Verbündeten seien in der Nordkorea-Frage zu Hundert Prozent auf einer Linie, sagte Abe am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump in Tokio. Der US-Präsident erklärte, Japan und die USA würden gemeinsam auf die “gefährliche Aggression” reagieren. Beim umstrittenen Thema Handel beklagte Trump nach seiner Ansicht bestehende Ungleichgewichte. Beide Länder arbeiteten aber an einer Lösung der Probleme. Es war der zweite Tag einer insgesamt zwölftägigen Asienreise, die Trump unter anderem noch nach Südkorea und nach China führt.

Die jüngsten nordkoreanischen Atom- und Raketentests bezeichnete Trump als “Bedrohung für die zivilisierte Welt sowie für den internationalen Frieden und die Stabilität”. Nach dem dem Kauf von US-Rüstungsgütern werde Japan nordkoreanische Raketen “vom Himmel schießen”. Abe fügte hinzu: “Wenn nötig.” Geltende Politik Japans ist, nur dann Raketen abzuschießen, wenn sie auf japanischem Territorium niedergehen sollten oder sie eine existenzielle Bedrohung des Landes darstellen. Bislang sind zwei Mal Raketen Nordkoreas über Japan hinweggeflogen. Abe unterstützte Trumps Haltung, dass im Nordkorea-Konflikt “alle Optionen” auf dem Tisch lägen. Es sei an der Zeit, maximalen Druck auf die Führung in Pjöngjang auszuüben.

Nordkorea arbeitet an atomwaffentauglichen Geschossen, mit denen das US-Festland erreicht werden kann. Trump hat einen Militäreinsatz gegen Nordkorea nicht ausgeschlossen.

TRUMP BEKLAGT HANDELSUNGLEICHGEWICHTE

Weniger Einigkeit gab es beim Thema Handel. US-Gesprächsangebote für ein bilaterales Abkommen stoßen bei der japanischen Regierung auf wenig Gegenliebe. Sie arbeitet zusammen mit anderen Ländern der Region am pazifischen Freihandelsabkommen TPP. Trump hatte kurz nach seiner Amtsübernahme erklärt, die USA würden sich aus dem Vertrag zurückziehen. Der US-Präsident sagte nun, ein indo-pazifisches Rahmenabkommen würde für mehr Handel in der Region als TPP sorgen.

Trump forderte freie und ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Derzeit sei das nicht der Fall. Er habe aber keine Zweifel, dass es “schnell und in einer sehr freundlichen Weise gemacht wird”. Trump beklagte, Japan verkaufe Millionen Autos in die USA, “und praktisch keine Autos kommen von den USA nach Japan”. Dagegen lobte der Präsident Japan dafür, US-Militärgüter zu kaufen. Dies sei “die beste Militärausrüstung der Welt”. Im vergangenen Jahr belief sich der japanische Überschuss im Handel mit den USA auf 69 Milliarden Dollar.

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