April 30, 2020 / 5:37 AM / a month ago

Japans Fabrikproduktion und Einzelhandelsumsätze schrumpfen

People in face masks cross a near-empty street after the government announced a state of emergency for the capital and some prefectures following the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Tokyo, Japan April 16, 2020. REUTERS/Kim Kyung-Hoon

Tokio (Reuters) - Japans Fabrikproduktion schrumpfte im März mit dem schnellsten Tempo seit fünf Monaten.

Auch die Einzelhandelsumsätze gingen zurück, da die Unternehmen infolge der Coronavirus-Pandemie mit der schwindenden Auslands- und Inlandsnachfrage zu kämpfen hatten. Offizielle Daten vom Donnerstag zeigten, dass die Produktion der Fabriken im März gegenüber dem Vormonat um 3,7 Prozent abnahm. Eine Reuters-Umfrage prognostizierte einen Rückgang um 5,2 Prozent. Der Wert war der stärkste Produktionsrückgang seit Oktober letzten Jahres, im Vergleich zum Vormonat mit einem Minus von 0,3 Prozent. Autohersteller und Maschinenbauer mussten Produktionsrückgänge aufgrund der einbrechenden Nachfrage nach Teilen und Handelsgütern aus Übersee - insbesondere aus China - hinnehmen. Die von der Regierung befragten Hersteller erwarten für April einen Produktionsanstieg von 1,4 Prozent und im Mai einen Rückgang um 1,4 Prozent, wie die Daten zeigten.

Im Einzelhandel sind die Umsätze so stark wie nach der Mehrwertsteuererhöhung im vergangenen Oktober eingebrochen. Die Einnahmen gingen im März gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent zurück, was auf die strauchelnde Nachfrage nach allgemeinen Waren wie Bekleidung nach der Schließung vieler Warenhäuser zur Eindämmung der Pandemie zurückzuführen ist. Japan hatte bereits vor dem Ausbruch mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen: Die Mehrwertsteuererhöhung zur Bewältigung der hohen Staatsschuldenlast und der Handelskrieg zwischen den USA und China ließen Japans Wirtschaft in den drei Monaten bis Dezember um 7,1 Prozent schrumpfen.

Die Regierung hatte infolge der Coronakrise ihr Ausgabenpaket auf einen Rekordwert von 1,1 Billionen Dollar aufgestockt, um durch Barauszahlungen an jeden Bürger die Wirtschaft anzukurbeln. Dem Schritt folgten in dieser Woche neue Konjunkturimpulse der Bank of Japan (BOJ). Weitere Maßnahmen zur Erleichterung der Finanzierung für Unternehmen und die Verpflichtung, unbegrenzte Mengen an Anleihen zu kaufen, um die Kreditkosten niedrig zu halten, sollen der angeschlagenen Konjunktur wieder auf die Beine helfen.

Offizielle Daten vom Dienstag zeigten, dass der Arbeitsmarkt durch den Ausbruch des neuen Coronavirus verschlechterte: Die Arbeitslosenquote stieg im März auf den höchsten Stand seit einem Jahr und die Zahl der freien Arbeitsplätze rutschte auf ein mehr als dreijähriges Tief.

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