March 20, 2015 / 3:23 PM / in 5 years

Über 100 Tote bei IS-Anschlägen auf Moscheen im Jemen

Blood is seen on the ground after a suicide bomb attack at a mosque in Sanaa March 20, 2015. Suicide bombers in the Yemeni capital Sanaa blew themselves up during noon prayers at two mosques used mainly by Shi'ite Muslims on Friday, killing at least 50 people and wounding scores, medical sources said, in a major escalation of the worst wave of violence in the country in years. REUTERS/Mohamed al-Sayaghi - RTR4U6MT

Sanaa (Reuters) - Selbstmordmordattentäter haben im Jemen bei Anschlägen auf zwei Moscheen nach Angaben von Ärzten mindestens 126 Menschen getötet.

260 Menschen seien verletzt worden, sagte ein Krankenhausmitarbeiter in Sanaa der Nachrichtenagentur Reuters. Die vier Attentäter hatten sich nach Angaben von Sicherheitskräften während des Freitagsgebets in und vor den überwiegend von Schiiten besuchten Gotteshäusern in der Hauptstadt Sanaa in die Luft gesprengt. Die Verantwortung für die Tat übernahm die sunnitische Miliz Islamischer Staat (IS).

Die Anschläge sind der bisherige Höhepunkt der Gewaltwelle, die das verarmte arabische Land derzeit erlebt. Der Jemen steckt mitten in einem Machtkampf, der sich zu einem Bürgerkrieg auszuweiten droht. Die schiitische Huthi-Miliz hat weite Teile der nördlichen Landeshälfte einschließlich Sanaas unter ihre Kontrolle gebracht. Der von den Vereinten Nationen anerkannte Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi hat sich in den Süden nach Aden abgesetzt. Dort griff ein bislang nicht identifizierter Kampfjet am Donnerstag den Präsidentenpalast an. Am Freitag überflogen Augenzeugen zufolge erneut Flugzeuge die Stadt. Auf diese sei das Feuer eröffnet worden. Details lagen nicht vor.

Wegen der Unruhen haben mehrere Länder, darunter Deutschland und die USA, ihre Botschaften im Jemen geschlossen. Das Land ist Basis der Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel, die als radikalster Flügel der Extremistenorganisation gilt. Der Islamische Staat hat große Teile des Irak und Syriens unter seine Kontrolle gebracht. Die Miliz hat aber auch in vielen anderen Ländern Anhänger. So bekannte sie sich auch zu dem Anschlag auf ausländische Touristen in Tunesien am Mittwoch. [ID:nL6N0WL3ZB]

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