November 19, 2018 / 6:36 AM / 25 days ago

Huthis stoppen Raketenangriffe auf saudiarabische Allianz im Jemen

FILE PHOTO: A Houthi militant sits guard on the roof of a building overlooking fellow Houthis rallying to denounce the rapid devaluation of the Yemeni Rial in Sanaa, Yemen October 5, 2018. REUTERS/Khaled Abdullah/File Photo

Dubai (Reuters) - Der internationale Druck auf die Bürgerkriegsparteien im Jemen zeigt zunehmend Wirkung.

Die Huthi-Rebellen teilten am Montag mit, die Drohnen- und Raketenangriffe auf die Regierung sowie deren Verbündete Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate zu stoppen. Damit reagieren sie auf einen entsprechenden Aufruf der Vereinten Nationen (UN), wie es in einer Erklärung ihres Obersten Revolutionskomitees hieß. Die vom Iran unterstützten Huthis zeigten sich zudem bereit für einen umfassenderen Waffenstillstand, sollte die von Saudi-Arabien angeführte feindliche Militärallianz den Frieden wollen. Diese hatte zuletzt ihre Offensive auf die jemenitische Hafenstadt Hodeidah unterbrochen, die von Huthis kontrolliert wird und zum Brennpunkt der Kämpfe geworden ist.

Der Bürgerkrieg dauert bereits seit fast vier Jahren an. Mehr als 10.000 Menschen kamen ums Leben, über zwei Millionen wurden vertrieben. Die UN warnen vor einer verheerenden Hungersnot in dem Land. Der UN-Gesandte Martin Griffiths hofft auf Friedensgespräche noch in diesem Jahr. Sie sollen in Schweden stattfinden. Ziel ist eine Grundsatzvereinbarung zu einem Friedensabkommen unter einer Übergangsregierung. Ein erster Versuch war im September gescheitert, weil die Huthis zu dem Treffen nicht erschienen.

Die Rebellen feuerten in der Vergangenheit auch Raketen auf Ziele in Saudi-Arabien ab. Sie bezeichneten dies als Vergeltung für die zahlreichen Luftschläge der Militärallianz, durch die auch Schulen, Märkte und Krankenhäuser getroffen wurden.

Die saudiarabische Allianz im Jemen wurde von westlichen Staaten mit Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen unterstützt. Doch zuletzt forderten Verbündete wie die USA ein Ende der Kämpfe. Nach der Ermordung des regierungskritischen saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi Anfang Oktober in Istanbul wächst der internationale Druck auf das Königreich.

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